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Düsseldorf-Oberkassel: Versuch mit Tempo 30 auf der Luegallee

Einkaufsstraße in Düsseldorf-Oberkassel : Versuch mit Tempo 30 auf der Luegallee

Die Bezirksvertretung 4 berät am Mittwoch über die Zukunft der Einkaufsstraße in Oberkassel und den Belsenplatz. Es handelt sich laut SPD um eines der wichtigsten Projekte für die Quartiersentwicklung im linksrheinischen Düsseldorf.

Die Luegallee soll schöner und fit für die Zukunft werden – da ist sich die Politik im Linksrheinischen einig. Unterschiedliche Vorschläge gibt es jetzt, wie die Umgestaltung genauer aussehen soll. Am Mittwoch wird die Bezirksvertretung 4 über die Zukunft der Luegallee diskutieren, es stehen Anträge von CDU/Grüne sowie von der SPD auf der Tagesordnung.

Schwarz-Grün möchte die Verwaltung beauftragen, ein Planungskonzept für die Luegallee zusammen mit dem Belsenplatz zu erstellen. Dafür soll noch in diesem Jahr ein Verkehrsversuch mit Tempo 30 über sechs Monate auf der Luegallee starten. In die Evaluierung soll auch die Düsseldorfer Straße einbezogen werden, sodass mögliche Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung berücksichtigt werden. Außerdem sollen mit einem Gestaltungswettbewerb neue Design-Konzepte für die zu erwartenden Hochbahnsteige entwickelt werden.

Eine höhere Aufenthaltsqualität, gleichberechtigte Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer und – wie bei CDU und Grünen – eine integrierte Planung mit dem Belsenplatz sind die Kernpunkte der SPD, die ihren eigenen Antrag „Luegallee 2.0 – ein Konzept für die Zukunft“ nennt. „Eine attraktive Luegallee 2.0 erhalten wir nur, wenn die Entwicklungspotenziale der Luegallee zusammen mit den bestehenden Überlegungen zum Belsenplatz betrachtet werden. Es handelt sich hier um eines der wichtigsten Projekte überhaupt für die Quartiersentwicklung im linksrheinischen Düsseldorf“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV4, Marco Staack. Deshalb solle die Luegallee von der Verwaltung grundlegend überplant und die bereits seit 2018 bekannten Ideen für die Gestaltung des Belsenplatzes angepasst und integriert werden. Anwohner und Geschäftsleute könnten etwa mit einem Beteiligungswettbewerb in die Pläne eingebunden werden. Zudem sollen die Gastronomie und Kaufleute neue Möglichkeiten erhalten, im Freien zu agieren und damit der Luegallee das Flair eines Boulevards zu geben. Denkbar seien auch mehr Grünflächen und künstlerische Installationen.

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Für ein neues Verkehrskonzept soll über Anlieferungsbereiche für die Geschäfte ebenso nachgedacht werden wie über eine „Kiss & Ride-Zone“ für die Grundschulen an der Cimbernstraße und am Salierplatz. So könnten die Wohnstraßen entlastet werden. Der Einmündungsbereich um die Leostraße muss laut SPD dringend als Unfallschwerpunkt entschärft werden. Insbesondere der Radverkehr solle mit einer geeigneten Verkehrsführung besser geschützt werden.

Die Radwegesituation auf der vierspurigen und auf beiden Seiten von Parkstreifen flankierten Luegallee hält Staack insgesamt für unbefriedigend und fordert für Radfahrer eine eigene Wegeführung. Ferner sollten für Fußgänger sichere Querungen über die Gleise hinweg geschaffen werden. Für die Aufenthaltsqualität in Oberkassel und die Sicherheit der Bürger ist es laut Staack unabdingbar, auf dem Belsenplatz und auf der Luegallee zu einer modernen verkehrstechnischen Lösung zu kommen, „die die Interessen aller Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt“.