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Düsseldorf: Oberbürgermeister Keller will Umweltspuren bald abschaffen

Verkehr in Düsseldorf : Keller will Umweltspuren bald abschaffen

Der neue Oberbürgermeister Stephan Keller will „in den nächsten Wochen“ das Aus für den vielfach kritisierten Verkehrsversuch in den Blick nehmen. Aus dem Aus für die stadtweite Maskenpflicht hat er gelernt.

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) drückt bei der Umsetzung seines zentralsten Wahlversprechens auf das Tempo. „Ich bleibe dabei, dass wir in den nächsten Wochen die Umweltspuren abschaffen müssen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in einem Digi-Talk auf Einladung der Digitalen Stadt Düsseldorf. Digitale Technik werde bei der Umsetzung helfen, beispielsweise die Einführung einer intelligenten Ampelsteuerung, die Signale künftig abhängig vom Verkehrsfluss zu schalten. Auch bei der Eindämmung des Parksuchverkehrs könnten digitale Lösungen hilfreich sein und unnötige Wege ersparen, fügte er hinzu.

Keller sprach auch über die inzwischen vom Verwaltungsgericht wieder kassierte Maskenpflicht fast im gesamten Stadtgebiet und betonte, es habe dafür zwar Kritik, aber von vielen Bürgern auch Zuspruch gegeben. „Die Menschen wollen eine klare Regelung“, sagte er. Bei der Umsetzung habe man sich jedoch „ein bisschen verstolpert“ und nun gelernt, dass die Regelung juristisch heikel gewesen sei.

Offenbar ist der Oberbürgermeister an einer besseren Kommunikation mit der Politik interessiert. Am Mittwoch gab es den Auftakt zu einer wöchentlichen Sitzung mit den Fraktionsspitzen und der Leiterin des Corona-Krisenstabs, Helga Stulgies. Die Maskenpflicht für die gesamte Stadt hatte Keller ohne Rücksprache mit den Ratsfraktionen beschlossen. Offenbar will er bei künftigen Entscheidungen zur Pandemie die Politik besser einbeziehen.