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Düsseldorf: OB Stephan Keller distanziert sich von Thomas Geisel

Russland-Politik : Düsseldorfer OB Keller geht auf Distanz zu Vorgänger Geisel

Zur einstigen Partnerstadt Moskau unterhält Düsseldorf derzeit ganz bewusst keinerlei Kontakte. Damit hat Oberbürgermeister Stephan Keller eine andere Haltung zu Russland als Amtsvorgänger Thomas Geisel, der das Land als „Partner auf Augenhöhe“ sieht.

Der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Stephan Keller (CDU), lehnt jede kommunale Zusammenarbeit mit Russland ab. „Ich möchte hier ganz klar sein. Der russische Angriff ist eine schwere Belastung für die Städtepartnerschaft – für den Austausch auf offizieller Ebene gibt es derzeit keine Basis mehr“, sagte das Stadtoberhaupt unserer Redaktion. Die deutliche Ablehnung aller offiziellen Kontakte kann als Replik auf Äußerungen seines Amtsvorgängers Thomas Geisel (SPD) verstanden werden. Der hatte den ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk wegen „Genozid-Rhetorik“ kritisiert und sich Russland als „Partner auf Augenhöhe“ gewünscht.

Für Keller dagegen steht gerade die Moskauer Stadtverwaltung hinter dem Angriffskrieg. „Mein Amtskollege ist ein enger Vertrauter Putins, die Ordnungskräfte in der Hauptstadt unterbinden jeden Protest gegen den Krieg. Da ist eine Partnerschaft in keiner Weise mehr möglich“, sagte der Düsseldorfer OB. Und Keller möchte sie auch nicht, solange sich die Verhältnisse in Russland, und damit auch in Moskau, nicht grundlegend geändert hätten.

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„Wir intensivieren stattdessen die Zusammenarbeit mit Czernowitz, unserer Partnerstadt in der Ukraine, liefern dorthin Lebensmittel und andere Güter – mit großer Unterstützung aus der Wirtschaft und der Stadtgesellschaft, die Geld und Sachmittel spenden“, sagte der Chef der Düsseldorfer Stadtverwaltung. „Das ist jetzt das Gebot der Stunde – ohne Wenn und Aber.“