1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: OB Keller fordert geordnete Verteilung von Ukraine-Geflüchteten

Krieg in der Ukraine : Düsseldorfer OB Keller fordert geordnete Verteilung von Geflüchteten

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller hat am Mittwoch beim Besuch eines Wohnprojekt für Ukraine-Flüchtlinge gefordert, einen geordneten Verteilmechanismus einzuführen. Sonst würden einzelne Kommunen überfordert.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) fordert eine gerechte Verteilung von Geflüchteten aus der Ukraine. „Die Situation ist sehr angespannt“, sagte Keller am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Wohnprojekts für Flüchtlinge.

„Es ist ganz, ganz wichtig, dass es einen geordneten Verteilmechanismus gibt, der am Ende dazu führt, dass wir alle Kapazitäten im Land Nordrhein-Westfalen und auch bundesweit auslasten können, ohne dass einzelne Kommunen überfordert werden.“

Bis jetzt konnten die Geflüchteten in Notunterkünften oder durch Eigeninitiative der Bevölkerung in Düsseldorf Obdach finden, erklärte Keller. Die Menschen würden nun jedoch auch an andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen weitergeleitet. Neben den Notunterkünften brauche es langfristigere Lösungen in der Stadt, sagte der Oberbürgermeister.

Nordrhein-Westfalen will in den kommenden Wochen Zehntausende zusätzliche Plätze für Flüchtlinge aus der Ukraine schaffen. Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) sagte den Kommunen am Mittwoch im Landtag finanzielle und organisatorische Hilfe des Landes bei der Aufnahme von immer mehr Kriegsflüchtlingen zu. Stamp sprach von einer historischen Aufgabe. „Wir erleben eine Jahrhundertkatastrophe“, sagte er.

  • Die Uni zeigt sich auch mit
    Kostenfreies Wohnen, Sprachkurse und mehr : So hilft die Uni Düsseldorf Studierenden aus der Ukraine
  • Der Info-Point in Düsseldorf
    Folgen des Kriegs in der Ukraine : Wie Düsseldorf die Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge organisiert
  • Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine : Grüne und SPD fordern mehr Hilfe für Kommunen bei Flüchtlingsaufnahme
  • Dagmar Strehlow-Toussaint leitet die Waldschule.
    Kommunales Integrationszentrum zieht sich zurück : Wirbel um Verteilung der Flüchtlingskinder
  • Viele Flüchtlinge aus der Ukraine kommen
    Krieg in Osteuropa : In Düsseldorf sollen mobile Teams Wohnangebote für Ukraine-Flüchtlinge prüfen
  • Ein Dach über dem Kopf wie
    Geflüchtete in Mönchengladbach : Erst Betten, dann Impfung für Ukrainer

Möglicherweise müssten innerhalb von wenigen Wochen eine Million Betten organisiert werden, sagte Stamp. Schon jetzt seien am Markt kaum noch Betten und Matratzen zu bekommen, und wenn doch, dann zu exorbitanten Preisen. NRW wolle möglichst große Hallen für Puffereinrichtungen akquirieren. Seit Kriegsbeginn habe das Land knapp 10 000 Plätze zusätzlich in den Landeseinrichtungen aktiviert und werde in den nächsten Wochen weitere Zehntausende Plätze schaffen.

(csr/dpa)