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Düsseldorf: OB-Kandidatin Strack-Zimmermann stellt Zehn-Punkte-Programm vor

OB-Kandidatin der FDP in Düsseldorf : Strack-Zimmermann will 100 Millionen fürs Wohnen

Die FDP-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann gibt sich für die Oberbürgermeisterwahl im September in Düsseldorf so zuversichtlich, dass sie schon ein Sofortprogramm vorlegt.

Die Oberbürgermeister-Kandidatin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat einen Monat vor der Kommunalwahl ein Sofortprogramm für den Fall eines Siegs vorgelegt. Sie wolle eine Vorstellung vermitteln, welche Aufgaben sie mit Priorität angehen wolle, sagte die Bundestagsabgeordnete.

Das ungewöhnlichste Projekt betrifft den Bereich Wohnen: Strack-Zimmermann will, dass die Stadt 100 Millionen Euro in günstigen Wohnraum investiert. Das Geld soll dafür sorgen, dass Baugenossenschaften günstig Wohnraum erwerben. So könnten 5000 Wohnungen für eine Miete von 7,50 Euro für 20 bis 25 Jahre entstehen.

Für die FDP ist ein solcher Eingriff der öffentlichen Hand eine ungewöhnliche Forderung. Strack-Zimmermann hält ihn mit Blick auf die explodierenden Wohnpreise für geboten, „um Druck vom Markt zu nehmen, damit er wieder funktioniert.“

Sie kündigt zudem unter anderem an, dass sie auf die Landesregierung zugehen wolle, um den Bau neuer U-Bahn-Tunnel zur Universität und zum Reeser Platz zu besprechen. Außerdem will sie Grundstücke rund um die Stadtgrenze suchen, auf denen sich Park-and-Ride-Plätze, möglichst als unterirdische Garagen, realisieren lassen. Auch ihr Prestigeprojekt für die Stadtplanung, die Verlängerung der Rheinuferpromenade unterhalb des Ehrenhofs, will sie angehen.

Strack-Zimmermann tritt bei der Direktwahl um das Amt an der Stadtspitze am 13. September an. Zwei Wochen später wird aller Voraussicht nach eine Stichwahl der beiden Bestplatzieren im ersten Wahlgang erfolgen. Dies wäre nur dann überflüssig, falls ein Kandidat mindestens die Hälfte der Stimmen im ersten Wahlgang erhält.

15 Kandidaten wurden zugelassen. Die Entscheidung wird aller Voraussicht nach zwischen Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD), Stephan Keller (CDU), Stefan Engstfeld (Grüne) und Strack-Zimmermann fallen.

Die FDP-Frontfrau hat angesichts des Bundestrends der Partei, die zuletzt nur bei rund sechs Prozent stand, die schlechteste Startposition. Sie betont aber, dass es sich um eine Persönlichkeitswahl handele – und hat mit ihrer Kampagne schon für einiges Aufsehen gesorgt, insbesondere durch eine hohe Präsenz in den sozialen Medien.

Für viele Projekte ihres Sofortprogramms, unter anderem die Wohnbau-Investitionen, bräuchte Strack-Zimmermann die Zustimmung des Stadtrats – was sie auch einräumt. Auch der wird am 13. September neu gewählt.