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Düsseldorf: Neue Ideen für den RRX gefordert

Verkehr in Düsseldorf : Neue Ideen für den RRX gefordert

Der Planungsausschuss verlangt beim Ausbau des RRX Varianten für Düsseldorfs Stadtteil Angermund. Eine Einhausung kommt wohl nicht mehr infrage.

Der Planungsausschuss hat eine Initiative auf den Weg gebracht, um beim Ausbau des RRX in Angermund noch einmal Varianten wie etwa eine Einhausung zu prüfen. CDU, Grüne und Freie Wähler stimmten dafür, SPD, Linke und Partei/Klimaschutzliste dagegen. Die FDP enthielt sich.

FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus wies wie auch sein SPD-Amtskollege Markus Raub auf die hohen Zusatzkosten von mehreren hundert Millionen Euro und den Zeitverzug hin. „Wir verlieren sehr viel Zeit“, sagte der Liberale. „Wir gehen zwei Schritte zurück“, sagte auch Raub, Varianten wie die Einhausung seien geprüft und verworfen worden.

Er verstehe die Interessen der Anwohner, aber man lasse die Züge nicht ungeschützt an den Grundstücken vorbeifahren. Wer die Verkehrswende wolle, müsse jetzt handeln, „wir brauchen den RRX eher gestern als heute“. Raub sah auch eine Besserstellung Düsseldorfer Bürger, die einen Lärmschutz verlangten, denen andere Bürger in NRW nicht erhalten würden.

Bei der CDU hieß es am Rande der Sitzung, die Einhausung sei nicht unmöglich. Man wolle auch wissen, welche Alternativen es dazu gebe, die auch eine Querung zwischen den Ortsteilen ermögliche.

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Im Beschluss des Ausschusses steht nun, dass die Stadt Düsseldorf eine Trassenneuplanung unter stärkerer Gewichtung städtebaulicher, ökologischer und menschlicher Maßstäbe fordert. Wörtlich heißt es: „Zerschneidungswirkung und städtebauliche Aspekte müssen in dicht an die Gleisstrasse angebauten Wohnsiedlungsgebieten anders gewürdigt werden, damit auch Einhausungen oder Tunnellösungen möglich werden, und zwar konkret auch für Angermund. Der Rat beauftragt die Verwaltung, Einwendung gegen die Planung mit einfachen Lärmschutzwänden zu erheben. Sie wird dem nötigen Lärm und Gesundheitsschutz nicht gerecht und bedeutet eine städtebauliche Zumutung für den Stadtteil.“

(ujr)