Düsseldorf: Neue Bäume für die Hofgartenpromenade

Neugestaltung der Innenstadt: Düsseldorf hat eine neue Allee

Die Arbeiten an der Hofgartenpromenade, die entlang der Strecke des abgerissenen Tausendfüßlers verläuft, sind abgeschlossen: 240 Bäume wurden gepflanzt. Damit ist die Umgestaltung aber noch nicht abgeschlossen.

Der Wegfall des Tausendfüßlers und die neuen Autotunnel ermöglichen es, dass die Oberfläche jetzt großteils den Fußgängern gehört. Rund vier Jahre nach Fertigstellung des Kö-Bogens I und zwei Jahre nach Inbetriebnahme der U-Bahn zeigt sich nun das neue Gesicht des Areals. Entstanden ist eine großzügige, mit Bäumen gesäumte Achse mit Sitzgelegenheiten. Sie verläuft vom Dreischeibenhaus bis zum Martin-Luther-Platz parallel zu den verbliebenen Bahngleisen der Nord-Süd-Achse. Für Autos ist oberirdisch nur eine Sackgasse bis zum Dreischeibenhaus geblieben.

Was passiert in der Innenstadt?

Die Planer, der Architekt Juan Pablo Molestina und der Landschaftsarchitekt Thomas Fenner, hatten von einer "Rheinischen Rambla" gesprochen, in Anlehnung an die berühmte Promenade in Barcelona - ab dem Frühling soll sie sich mit Leben füllen.

Warum sind die Bäume weiß?

Es handelt sich um einen UV-Schutzanstrich, der das Wachstum begünstigen soll. Die Platanen müssen sich ohnehin an nicht einfache Bedingungen gewöhnen: Wegen der Tunnel kann das Wurzelwerk sich nicht grenzenlos ausbreiten.

Was sind die nächsten Schritte?

  • Der Abriss des Tausendfüßlers im Zeitraffer
  • Fundstücke aus dem Düsseldorf-Archiv : Die besten Bilder vom Tausendfüßler - und seinem Abriss

Es laufen die Arbeiten zur Offenlegung der Düssel. Der Bach verläuft bereits oberirdisch bis zur Hinterseite des Schauspielhauses, nun soll das Flussbett bis zur Einmündung in den Hofgartenweiher geöffnet werden. Das soll bis zum Herbst geschehen. Drei Fuß- und Radwegbrücken sind vorgesehen. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen die nicht mehr benutzten oberirdischen Gleise vor dem Kö-Bogen verschwinden. Der Bereich zwischen Corneliusplatz und Weiher nimmt dann mit einem "Stadtbalkon" seine endgültige Form an. Das südliche Ende der neuen Promenade markiert der Gastro-Pavillon am Martin-Luther-Platz, der derzeit ausgebaut wird. Insgesamt werden auf dem Areal 350 neue Bäume gepflanzt.

Wie geht es vor dem Schauspielhaus weiter?

Der Gustaf-Gründgens-Platz ist weiterhin eine riesige Baugrube. Eine Tiefgarage und das Kauf- und Bürohaus nach dem Entwurf des Architekten Christoph Ingenhoven ("Kö-Bogen II") werden gebaut. Während dieses Projekt - eines der größten in Deutschland - läuft, werden Dach und Fassade des Schauspielhauses saniert. Im Frühjahr 2020 soll das spektakuläre neue Gebäude fertiggestellt sein.

Wann wird die Schadowstraße erneuert?

Die einst beliebteste Einkaufsstraße der Stadt wird erst wieder voll hergestellt, wenn die Arbeiten auf dem Gründgens-Platz abgeschlossen sind. Sonst drohen Schäden durch die Baufahrzeuge. Zudem muss die Zufahrt wegen der vielen parallel verlaufenden Arbeiten frei bleiben. Andererseits wollen die Verantwortlichen vermeiden, dass die Arbeiten sich hinziehen, wenn der neue Anziehungspunkt fertig ist. Noch im kommenden Jahr soll daher das Stück der Schadowstraße bis zur Ecke Bleichstraße (die Stichstraße vor dem Schauspielhaus) angegangen werden, kündigt Ingenieur Andreas Weise an, der die Arbeiten für die Stadt koordiniert. Dazu müssen aber noch politische Beschlüsse eingeholt werden. Die Neugestaltung der Straße ist wegen des breiten Radwegs umstritten.

(arl)
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