Mode in Düsseldorf Modebranche ehrte Annette Görtz

Düsseldorf · Dieses Mal gab es ein großes Fest für die Düsseldorfer Designerin. Zum achten Mal wurde der Modebusiness Award verliehen. Fashion-Prominenz versammelte sich zu diesem Anlass im The Paradise Now.

 Oberbürgermeister Stephan Keller und Preisträgerin Annette Görtz im The Paradise Now im Hafen

Oberbürgermeister Stephan Keller und Preisträgerin Annette Görtz im The Paradise Now im Hafen

Foto: Andreas Endermann/ Fashion Net Düsseldorf

Die deutsche Modebranche feierte Rahmen der Düsseldorf Fashion Days (DFD) eine ihrer erfolgreichsten Designerinnen: Annette Görtz und ihre gleichnamige Modemarke. Für ihren Einfluss auf die Modewirtschaft Deutschlands erhielt sie den Modebusiness Award der Landeshauptstadt.

Designer Thomas Rath (l.) mit seinem Ehemann Sandro Rath

Designer Thomas Rath (l.) mit seinem Ehemann Sandro Rath

Foto: Andreas Endermann/ Fashion Net Düsseldorf

Die 63-Jährige hat ihre Karriere auf der Modemesse Igedo gestartet, betreibt hier mit „Milian“ an der Kö eines ihrer zahlreichen eigenen Geschäfte und stellt ihre Kollektion im Showroom am Rheinufer vor. „Kompromisslos ist Annette Görtz seit mehr als 35 Jahren ihren avantgardistischen Design-Weg gegangen“, sagte Christiane Arp, die ehemalige „Vogue-Chefredakteurin“, bei ihrer launigen, sehr persönlichen Laudatio. Sie nannte „F’s“ – Familie, Freunde, Fashion –   die alle gleichgewichtig einen Platz im Hause Görtz hätten und die Basis für den Erfolg seien. Gelobt wurden auch die Kochkünste der Preisträgerin („auch Grünkohl kann sie“), aber vor allem der gelungene, reibungslose Generationenwechsel. Denn vor ein paar Monaten ist Annette Görtz gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Jörg Welsch in die zweite Reihe getreten und hat einen Großteil der Verantwortung an ihren Sohn Maximilian weitergegeben. Der 31-jährige Absolvent der Königlichen Akademie für Mode in Antwerpen – er hatte sich bereits zur Kommunion eine Nähmaschine gewünscht –  ist mit und in der Firma groß geworden.

 Luca und Svenja Simmons bei der Mode-Party

Luca und Svenja Simmons bei der Mode-Party

Foto: Andreas Endermann/ Fashion Net Düsseldorf

Zur festlichen Verleihung des Preises hatten Oberbürgermeister Stephan Keller und Angelika Firnrohr, Geschäftsführerin des Fashion Net, 160 Gäste ins The Paradise Now im Hafen geladen. Darunter waren neben der Spitze der städtischen Wirtschaftsförderer, Michael Rauterkus und Theresa Winkels, Vertreter namhafter internationaler und nationaler Marken und Modehäuser wie Andreas Rebbelmund und David Zimmermann (Breuninger), Dirk Büscher (Marc Cain), Stella Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers-Gruppe, Brax-Geschäftsführer Marc Freyberg, Unique-Chef Shahin Moghadam, Heiko Wunder (Wunderwerk), Wiebke Schilbock (Delicatelove), Thomas und Sandro Rath, Sabine und Peter Lohèl (SemPerLei), die Modemacher Marion Strehlow, Hiroyuki Murase (pünktlich von der Präsentation seines Labels Suzusan in Paris zurück) und Uta Raasch. Neben Paul und Birte Prange, die ab Dienstag im Kö-Center eine ihrer insgesamt sieben Schuhfilialen in Deutschland schließen und über einen Umbau des großen Ladens nachdenken, waren auch die Influencerinnen Annika Gassner und Laila Hamidi vertreten sowie Viktoria Koch, Brand Director Lancome.

Die Gespräche drehten sich weniger um Farben und Rocklängen für die Mode im kommenden Herbst, als vielmehr um Preise, Lieferschwierigkeiten und um die Neugestaltung der Kö. Insbesondere der von Architekt Santiago Calatrava für die Düsseldorfer Centrum-Gruppe entworfene Kö-Boulevard lieferte Stoff für lebhafte Diskussionen.

Das letzte Januar-Wochenende stand traditionell im Zeichen der Mode: Die auffallend gut gelaunten Mode-Hersteller und -Aussteller zeigten sich positiv überrascht von der wieder deutlich gestiegenen Einkäufer-Frequenz in den mehr als 600 Showrooms und auf den Messen Supreme sowie Fashn Rooms und Neonyt. Letztere, eine neue eigenständige Messe, lief erstmals unter der Ägide der Igedo Exhibition in Düsseldorf mit eigener Halle auf dem Areal Böhler. Nach der Devise „Nachhaltigkeit geht alle an und muss Chefsache sein“, spielte nachhaltige und zukunftsgerichtete Mode die Hauptrolle. Internationale Labels präsentierten fair produzierte und ökologische Bekleidung, Schmuck und Accessoires. Zahlreiche begleitende Talks bildeten die perfekte Ergänzung zum Orderbusiness in den atmosphärischen Hallen des ehemaligen Stahlwerks.

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