Düsseldorf: Mitglieder des Familienbeirats sagen, wie viel Fernsehkonsum sie für sinnvoll halten

Wie ist das bei euch?: Fernseh- und PC-Konsum

Fernsehen macht Spaß, lenkt vom stressigen Alltag ab und kann durchaus informativ sein. Doch wie viel ist angemessen?

Vom Fernsehen bekommt man viereckige Augen – was viele früher sicherlich oft von ihren Eltern gehört haben, ist natürlich nicht richtig. Dennoch sollte der Fernseh- oder heute auch Computerkonsum bei Kindern reguliert werden. Mitglieder des Familienbeirats sagen unserer Redaktion, was sie für sinnvoll halten.

Antje Schuh (Mutter, Vorsitzende der Elternschaft Düsseldorfer Schulen) Meine Kinder sind 13 und 18 Jahre alt. Wenn das Schul-, Hausaufgaben-, Sport- und Freizeitprogramm am Tag abgearbeitet ist, bleibt nur noch wenig Zeit für Smartphone und Fernsehen. Daher gibt es bei uns heute keine Beschränkungen mehr.

Antje Schuh ist Mutter von zwei
Antje Schuh ist Mutter von zwei Kindern. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Marcel Scherrer (Vater, Sprecher der Kita-Eltern) Mein Sohn (4) und meine Tochter (8) dürfen täglich jeweils zehn Minuten fernsehen. Wenn wir aber erst am Abend nach Hause kommen, zum Beispiel von einem Besuch bei Freunden oder einem Hobby, fällt das Gucken aus. Neuerdings „spart“ meine Tochter unter der Woche ihre TV-Zeit, um am Wochenende einen Kinder-Spielfilm zu schauen.

  • Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler steht bei einem
    100 Stunden TV-Übertragung : Die European Championships als Fernseh-Experiment
  • Seit Mittwoch kann die Sporthalle an
    Schulen in Kempen : Schulen: Brandbriefe der Elternschaft

David Hahn (Bezirkschülervertreter) Mit meinen 16 Jahren habe ich natürlich meinen eigenen Computer und bekomme auch keine genauen Zeitgrenzen mehr gesetzt. Das war anders, als ich jünger war. Lange Zeit war das Maximum eine Stunde am Tag. Als Kindergarten- und Grundschulkind wurde mir die Grenze von maximal zwei Sendungen am Abend gesetzt, am Wochenende durfte ich gar kein TV schauen.

Patrick Müller-Langguth (Vater, Vorstandsmitglied Elternschaft Düsseldorfer Schulen) Bei uns gilt grundsätzlich ein sehr begrenztes Zeitfenster für den Medienkonsum – nämlich eine halbe Stunde. Da wird aber nicht mit der Stoppuhr kontrolliert, sondern eher nach Bauchgefühl. TV gibt es wochentags und tagsüber gar nicht, am Wochenende wird dies abends umso mehr zelebriert.

Floriana Ilazi (Schülerin) Den Fernseher brauche ich heute gar nicht mehr, weil ich alles auf meinem Laptop oder Handy mache. Ich könnte den ganzen Tag lang Serien schauen. Muss ich aber bewusst am Laptop arbeiten, brauche ich Pausen dazwischen.⇥(jms)