Düsseldorf: Mehr Unfälle mit Radfahrern im Stadtbezirk 1

Fahrradunfälle in Düsseldorf : Mehr Unfälle mit Radfahrern im Stadtbezirk 1

Eine Ursache für den Anstieg sei das schönen Wetter im vergangenen Jahr. Außerdem könnten sich inzwischen mehr Menschen ein E-Bike leisten, sagt Oliver Strudthoff von der Polizeiinspektion Mitte.

In Düsseldorf ist die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr gestiegen, im Stadtbezirk 1 jedoch war die Entwicklung rückläufig (1929 statt noch 2049 im Jahr 2017). Dieses Fazit zog Oliver Strudthoff für die Polizeiinspektion Mitte im Rahmen seines Lageberichts in der Bezirksvertretung 1. Auch weniger Kinder kamen zu Schaden (24 statt 32), „wobei sich in 16 Fällen die Kinder passiv verhielten, also keinerlei Schuld an dem Unfall trugen“, so Strudthoff. Auch Senioren wurden nicht mehr so häufig Opfer von Verkehrsunfällen (226 statt 251). Bei den Unfällen, die von Fahranfängern verschuldet wurden, ist die Tendenz leicht steigend (plus vier Prozent). Dass fast die Hälfte der Fußgänger, die angefahren wurden (108 Fälle im Jahr 2018), eine gehörige Mitschuld trugen, habe mehrere Gründe, so Strudthoff: „Die Konzentration aufs Handy zählt sicherlich dazu, aber auch, dass die Personen bei Dunkelheit kaum wahrgenommen werden konnten.“

Die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten liegt bei 44 Prozent (172 Fälle). Besorgniserregend sei der Anstieg bei Unfällen, an denen Fahrradfahrer oder E-Bike-Fahrer beteiligt waren, um 17,2 Prozent. Das liege zum einen am schönen Wetter im vergangenen Jahr, zum anderen aber auch daran, dass mehr Menschen sich inzwischen ein E-Bike leisten könnten, so der Polizeibeamte. Außerdem sei es sicherlich so, dass immer mehr Menschen in Düsseldorf aufs Rad umsteigen würden („Was ja positiv ist!“), zwangsläufig dann auch mehr in Unfälle verwickelt werden, ergänzte Moira Obendorf (SPD). „Leider stimmt an vielen Stellen die Infrastruktur zudem noch nicht. Wir sind eben noch keine wirklich fahrradfreundliche Stadt.“

Mehr von RP ONLINE