Düsseldorf: Luft an Corneliusstraße ist besser geworden

Verkehr in Düsseldorf : Luft an Corneliusstraße ist besser geworden

Befürworter der Umweltspur führen das auf die Sonderspur zurück.

Die Luftmesswerte für den Schad­stoff Stickstoffdioxid an der Corneliusstraße haben sich verbessert. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) in einer ersten, vorläufigen Auswertung für das Jahr 2019 festgehalten. 2013 lag der Wert noch bei 61 Mikrogramm pro Kubikmeter, seitdem ist er kontinuierlich gesunken – auf inzwischen 45 Mikrogramm pro Kubikmeter. Trotzdem ist er immer noch zu hoch – der gesetzliche Mittelwert liegt bei höchstens 40 Mikrogramm. Weil seit Jahren der Schadstoff in der Luft an der Corneliusstraße zurückgegangen ist, glaubt OB-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) nicht, „dass es Fahrverbote geben würde, wenn die Umweltspur nicht wäre. Im Gegenteil: Die Umweltspur wird damit immer unverhältnismäßiger, wenn man die Belastung für Wirtschaft und Bürger betrachtet.“ Dass die FDP-Frontfrau kein Fan der Sonderspur ist, zeigte sie etwa im November, als sie unter dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“ auf der dritten Umweltspur im Süden Wahlkampf machte. „Mal wieder im Stau? Ich hole Sie da raus. Als dritte Mitfahrerin“, stand auf einem Schild, das sie in ihren Händen hielt. Die FDP-Frontfrau stieg sogar mit einem Mitfahrer zu einem Wuppertaler ins Auto, sodass dieser als Fahrgemeinschaft über die Umweltspur vorbei am Stau schneller zur Arbeit kam.

Befürworter des Verkehrskonzepts führen die bessere Luft an der Corneliusstraße auf die Umweltspur zurück, die nur für E-Fahrzeuge, Taxis, Busse, Fahrräder und Fahrgemeinschaften freigegeben ist. „Ziel der Umweltspuren ist es, die Schadstoffwerte in der Luft zu senken und damit Fahrverbote zu vermeiden. Diesem Ziel kommen wir allen Unkenrufen zum Trotz Schritt für Schritt näher“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Die Umweltspuren seien nicht umsonst testweise für ein Jahr angelegt worden. „Erst danach kann man die Auswirkungen abschließend beurteilen“, so Geisel.