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Düsseldorf: Linke benennt kurzzeitig vier Straßen in Pempelfort um

Aktion in Düsseldorf : Linke benennt kurzzeitig vier Straßen in Pempelfort um

Vier Straßen in Düsseldorf-Pempelfort hatten kurzzeitig andere Namen - und zwar die von Friedensaktivistinnen und Widerstandskämpferinnen. Es handelte sich dabei um eine Aktion der Linken zum internationalen Friedenstag.

Die Linke hat am internationalen Friedenstag am Dienstag symbolisch vier Straßen umbenannt, um mit neuen Namen an Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Düsseldorf zu erinnern. Dafür suchte sich die Partei vier Straßen in Derendorf aus und überklebte mit Magnetfolie kurzzeitig  die Schilder. [Korrektur: Wir hatten zuvor fälschlicherweise geschrieben, die Straßen wären in Derendorf, tatsächlich sind sie aber in Pempelfort.]

Aus der Blücherstraße wurde so die Helene-Bibler-Straße, aus der Gneisenaustraße die Cilly-Helten-Straße, aus der Moltkestraße die Klara-Schabrod-Straße und statt Scharnhorststraße hieß es Henny-Stern-Straße. Linke-Ratsfrau Julia Marmulla kann sich vorstellen, dass diese Namen auch vorgeschlagen werden, wenn demnächst Straßen in Düsseldorf umbenannt werden, die einen belasteten Namen haben.

Der Stadtrat hatte dies in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit beschlossen. „Wir würden die Namen gerne in den Ring werfen, haben uns aber noch nicht festgelegt. Es gibt zum Beispiel auch tolle Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen. In der Ratsfraktion wurde auch noch nicht über die Vorschläge diskutiert“, sagt Marmulla.

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Mit der Aktion am Dienstag wollte die Linke auch darauf hinweisen, „dass im aktuellen Wahlkampf leider feministische Forderungen eine untergeordnete Rolle spielen. Für uns bedeutet sozial gerechtere Politik auch den Kampf gegen Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen, gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit“, sagt Marmulla.

Dass Friedensaktivistinnen und Widerstandskämpferinnen für die Aktion ausgewählt wurden, war kein Zufall. „Dreiviertel aller Friedensaktivisten weltweit sind Frauen. Gegen Diskriminierung setzen sie auf Dialog und Friedensbildung. Sie streiten für soziale Gerechtigkeit, für eine intakte Umwelt, für ein Recht auf Bildung und Gesundheitsversorgung. Ohne den Einsatz der vielen Friedensaktivistinnen wären die Kriege, Konflikte und Herausforderungen weltweit noch heftiger“, sagt Marmulla.

(gaa)