Düsseldorf: Kranke Kinder aus Afghanistan und Zentralasien gelandet - Hilfsaktion des Friedensdorfes

Hilfsaktion des Friedensdorfes : Etwa 90 kranke Kinder aus Krisengebieten in Düsseldorf gelandet

Etwa 90 kranke und schwer verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten sind am Sonntag am Düsseldorfer Flughafen angekommen.

Das Friedensdorf International versorge die Kinder mit der dringend benötigten medizinischen Hilfe, die in ihrer Heimat nicht möglich sei, erklärte die Hilfsorganisation am Sonntagabend. Die Kinder kommen aus Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan, Georgien und Kirgistan. Sie reisten teilweise weiter in das Friedensdorf, andere Kinder seien direkt in verschiedene Kliniken gekommen.

Zuvor hatte es der Hilfsorganisation zufolge Probleme bei der Visa-Erteilung für die Kinder aus Afghanistan gegeben. Nach dem Attentat auf die deutsche Botschaft in Kabul im Mai vergangenen Jahres war die Visa-Stelle dort geschlossen worden. Als Kompromisslösung konnten die Visa in einem Nachbarland ausgestellt werden.

Der 78. Hilfsflug sei wegen der Probleme logistisch aufwendiger und teurer gewesen, erklärte Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs. Trotzdem hätten sie sich entschieden, die kranken und verletzten Kinder aus Afghanistan auszufliegen. „Denn das Leben der Kinder kann man nicht mit Geld aufwiegen“, sagte Jacobs. Am Dienstag fliegen den Plänen nach knapp 90 wieder genesene Kinder zu ihren Familien zurück.

Seit 30 Jahren kümmert sich das Friedensdorf den Angaben zufolge um Kinder aus Afghanistan. Das Friedensdorf wurde 1967 gegründet und nimmt pro Jahr rund 1000 Kinder auf, um sie hier zu betreuen und medizinisch behandeln zu lassen. Anschließend kehren die Mädchen und Jungen wieder in ihre Heimat zurück. Bei ihrer Arbeit ist die Hilfsorganisation im Wesentlichen auf Spenden angewiesen.

(mba/epd)
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