Düsseldorf: Kran besetzt - Rumänische Arbeiter bekommen Geld

Kran in Düsseldorf besetzt: Rumänische Arbeiter bekommen Geld

Am vergangenen Freitag haben drei Männer einen Kran in Düsseldorf besetzt. Die Bauarbeiter aus Rumänien wollten damit erreichen, dass ihnen ihr ausstehender Lohn gezahlt wird. Nun bekommen sie Geld.

In großer Runde ist am Donnerstagnachmittag im Gewerkschaftshaus an der Roßstraße der Streit um den Lohn für drei rumänische Bauarbeiter beigelegt worden. Die Männer waren wegen ausbleibender Zahlungen eines Subunternehmers so verzweifelt gewesen, dass sie am Freitag den Kran einer Baustelle am Kennedydamm besetzt und mit einem Sprung in die Tiefe gedroht hatten. Sie haben in dieser Woche nun insgesamt rund 10.000 Euro an Nachzahlungen erhalten. Das ist etwas weniger als gefordert, allerdings für beide Seiten zufriedenstellend, wie Holger Vermeer von der IG Bau bestätigte.

Nachdem ein erstes Gespräch am Dienstag gescheitert war, traf man sich bei der Gewerkschaft mit insgesamt rund 15 Teilnehmern. Darunter war auch die Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für Wanderarbeiter und zwei Vertreter von Züblin.

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Der Generalunternehmer hatte auf Anfrage unserer Redaktion gesagt, man habe die Leistungen an einen Subunternehmer abgerechnet und akzeptiere nicht, wenn das Geld nicht bei den Arbeitern ankommt. Er drohte den Nachunternehmern bei einem Fehlverhalten mit Konsequenzen. Die Männer waren offenbar über eine Kette von Subunternehmern beschäftigt gewesen, nach Angaben der Gewerkschaft ist das im Baugewerbe nicht unüblich.

(arl)
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