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Düsseldorf: Konsequenzen nach Unfall an Graf-Adolf-Straße gefordert

Zusammenstoß in Düsseldorf : Überweg in der Innenstadt soll nach Unfall sicherer werden

Nach der Kollision eines Radfahrers mit einer Straßenbahn an der Graf-Adolf-Straße soll der Überweg sicherer werden. Es war nicht der erste schwere Zusammenstoß an dieser Stelle.

Am Tag nach dem Unfall sind noch die frisch aufgesprühten weißen Markierungen der Polizei zur Spurensicherung am Übergang und im Rasengleis zu sehen. Sie erinnern daran, dass am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr ein 30 Jahre alter Fahrradfahrer von einer Straßenbahn erfasst wurde, als er aus der Pionierstraße kommend die Graf-Adolf-Straße überqueren wollte. Der Düsseldorfer erlitt bei der Kollision mit der Bahn so schwere Verletzungen, dass die Rettungskräfte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus brachten. Wegen der abrupten Bremsung des Bahnfahrers stolperte außerdem eine 66-jährige Frau in der Straßenbahn und verletzte sich leicht. Bei dem Radfahrer bestand am Donnerstag keine Lebensgefahr mehr, sagte eine Polizeisprecherin.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich an dieser Stelle im Stadtteil Friedrichstadt ein schwerer Unfall ereignete. Im November 2015 wurde ein 27-Jähriger von der Linie 709 erfasst und zu Boden geschleudert. Seine schweren Verletzungen mussten stationär in einer Klinik behandelt werden, der Straßenbahnfahrer erlitt einen Schock und wurde von einem Seelsorger betreut. Für einen Fußgänger, der die Graf-Adolf-Straße in Höhe der Bahnstraße überqueren wollte, endete im März 2012 eine Kollision sogar tödlich. Der 28-Jährige hatte vor den Augen seiner Mutter die heranfahrende Straßenbahn übersehen und erlitt beim Zusammenstoß schwerste Kopfverletzungen, denen er im Krankenhaus erlag.

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Die betroffene Radroute ist die Nord-Süd-Parallelstrecke zur Berliner Allee. Sie führt von der Corneliusstraße kommend über den Fürstenwall und den Fürstenplatz zur Pionierstraße, die vor der Graf-Adolf-Straße fahrradfahrerunfreundlich die Hüttenstraße überquert. Nördlich der Graf-Adolf-Straße schließt die Route an die Ost-West-Achse an die Bahnstraße an. Christian Rütz, CDU-Ratsherr und Mitglied der der Kleinen Kommission Radverkehr, bittet Düsseldorfs Verkehrsdezernenten Jochen Kral, in der nächsten Sitzung aus aktuellem Anlass zu dem Unfallgeschehen und zu den Möglichkeiten der Verbesserung der Sicherheit und der Radverkehrsführung an dem Knotenpunkt zu berichten.

„Bei der Unfallstelle handelt es sich um einen unzureichend ausgestalteten Überweg der Radroute Pionierstraße über die Graf-Adolf-Straße, der seit Jahren in der Kritik der Nutzerinnen und Nutzer steht“, sagt Rütz. Das Problem für ihn ist, dass vor der Unfallkreuzung der Radweg „im Nichts“ auf dem Gehweg endet und es an der Straße nur eine Ampel für Fußgänger gibt. Rütz kritisiert: „Während der Gleiskörper im Bereich der Ampeln Berliner Allee und Oststraße in die Signalisierung so einbezogen ist, dass bei Grün für die Straßenbahn Rot für die Querung ist, ist die Gleisquerung auf Höhe der Pionierstraße nur mit orangefarbenen Blinklichtern gesichert.“ Außerdem fragt Rütz, warum jegliche Warnmarkierungen auf dem Boden fehlen, wie es sie an anderen Überwegen gibt: „Es wird Zeit, dass der Überweg sicherer wird.“