Düsseldorf: Düsseldorf könnte einziges Drehkreuz für NRW werden

Düsseldorf: Düsseldorf könnte einziges Drehkreuz für NRW werden

Für die täglich in Nordrhein-Westfalen ankommenden Sonderzüge mit Flüchtlingen strebt das Land nach Informationen unserer Redaktion eine zentrale Lösung an. Bisher wechseln sich Düsseldorf sowie Köln und Dortmund als Drehkreuze ab.

Düsseldorf wickelt alle zwei Tage die Flüchtlingszüge am Bahnhof Flughafen ab (neben dem Hauptbahnhof der zweite Fernbahnhof der Stadt), Dortmund und Köln sind jeweils alle vier Tage an der Reihe.

Geplant und vorbereitet war zunächst, dass Essen Düsseldorf entlastet. Doch die Nachbarstadt hat inzwischen abgewunken. Essens Sozialdezernent Peter Renzel argumentiert, dass die Drehkreuzfunktion "eine staatliche Aufgabe" sei und nicht die von Kommunen. Schließlich gehe es im Kern darum, "die ankommenden Flüchtlinge in Busse zu geleiten und in eine Erstaufnahmeeinrichtung zu bringen".

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Und tatsächlich gibt es jetzt beim Land den Plan, die Sonderzüge mit eigenen Kräften und an einem zentralen Drehkreuz für ganz NRW abzuwickeln. Die Deutsche Bahn soll dafür unter anderem Hamm vorgeschlagen haben, aber auch der Düsseldorfer Flughafen-Fernbahnhof wird geprüft - und gilt offenbar wegen seiner Infrastruktur (nebenan ist eine Halle, in der Ankommende versorgt werden können) als Favorit. "Ich halte Düsseldorf für geeignet", sagt die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. Die Entscheidung liege beim Land. Das werde dann auch die komplette Abwicklung übernehmen. "Wir stellen dann nur noch die Location."

(dr)