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Düsseldorf: Kö-Kaufmann muss 12.000 Euro fürs Vogelzeigen zahlen

Prozess vor dem Amtsgericht : Kö-Kaufmann muss fürs Vogelzeigen zahlen

Ein Kaufmann von der Königsallee soll einem Taxifahrer einen Vogel gezeigt haben – und muss dafür jetzt 12.000 Euro bezahlen. Dazu verurteilte ihn das Amtsgericht am Donnerstag.

Es war schon immer etwas teurer, als gut verdienender Kö-Kaufmann wegen einer Verfehlung verurteilt zu werden. Das erfuhr ein 75-jähriger Unternehmer von der Nobelmeile am Donnerstag beim Amtsgericht. 12.000 Euro Strafe wurden gegen ihn verhängt, weil er als Autofahrer nach einem Unfall am Grabbeplatz einem Taxifahrer den „Vogel“ gezeigt haben soll.

Das stand nach Überzeugung der Richterin fest, obwohl der Kaufmann die Geste rundweg bestritt. Die Höhe der Geldstrafe klingt nicht nur saftig, sondern rekordverdächtig. Tatsächlich wurden aber lediglich 60 Tagessätze gegen den 75-Jährigen wegen der Beleidigung verhängt.

Im Mai 2019 war es zu jenem Unfall gekommen. Als ein Polizist gerade die Unfalldetails aufnahm, ließ sich der 75-Jährige im Streit mit einem Taxifahrer angeblich zu der Handbewegung hinreißen. Seine Anwältin hat bereits Berufung gegen das Urteil angekündigt.