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Düsseldorf: Kinder lernen Papier schätzen

Experimente am Rheinufer in Düsseldorf : Kinder lernen Papier schätzen

Im Umweltinformationszentrum ging es dieses Mal um einen besonders wertvollen Rohstoff.

Nachhaltiger Umgang mit Produkten oder Lebensmitteln ist ein wichtiges Thema, für das am Besten schon die Jüngsten sensibilisiert werden sollten. Neben den Kursangeboten der Verbraucherzentrale hat jetzt auch das Sommerferienprogramm „Haus der kleinen Forscher“ dazu ein passendes Angebot gemacht. Nachdem in den vergangenen Wochen vor allem Biologie und Physik im Umweltinfozentrum am Rheinufer auf dem Programm standen, befassten sich die Kinder jetzt mit ganz praktischen Themen. Sie lernten unter anderem, was Recycling bedeutet, wieso gerade Papier sich dafür bestens eignet und wie das Benutzen der blauen Mülltonne die Umwelt besser schützen kann.

„Was habt Ihr denn heute alles schon verbraucht?“, fragt Ewa Westermann-Schutzki. Zunächst wissen die angehenden Forscher nicht, worauf die Umweltberaterin der Verbraucherschutzzentrale eigentlich hinaus will. Das morgendliche Frühstück, Zahnpasta oder ein Glas Wasser sind jedenfalls nicht die Antworten, die Westermann-Schutzki eigentlich hören will. „Luft“, sagt sie und löst damit ihr eigenes Rätsel. Mit der Frage, woher der Sauerstoff zum Atmen denn komme, wissen Jan und Leevi schon deutlich mehr anzufangen. „Die Luft wird von Bäumen produziert“, antworten die beiden wie aus der Pistole geschossen.

Dass der Schutz der Bäume essentiell wichtig für die Menschen und ihre Umwelt ist, wird den Sechsjährigen schnell klar. Denn für den wachsenden Bedarf an Papier, Pappbecher und Co. werden immer mehr Bäume weltweit gefällt. Allein in Deutschland verbraucht jeder Bürger an die 150 Kilogramm Papier im Jahr. Der Großteil davon landet zusammen mit dem Restmüll schlicht in der Verbrennungsanlage. Dass die blaue Tonne für die Wiederverwertung also enorm wichtig ist, erfuhren die Kinder anschließend selbst in der Praxis. „Wir gehen den Weg des Papiers von der Tonne bis zum Recycling mit unser eigenen, kleinen Fabrik nach“, gab Westermann-Schutzki die Parole vor. Gemeinsam mit der Umweltberaterin zerkleinerten und weichten die Kinder altes Papier in Wasser ein, um es anschließend in einer pürierten Form wieder abzuschöpfen.

Die Erzeugnisse – getrocknet wiederum auf Zeitungspapier – durften die Kinder mit nach Hause nehmen. Jan und Leevi waren stolz auf ihr Werk. Nicht nur, weil sie damit vielleicht einen Baum retten konnten – sondern auch, weil sie das Papier eigenhändig hergestellt hatten.