Wahl in Düsseldorf Kampfkandidatur um Nachfolge von Strack-Zimmermann

Düsseldorf · Nach zehn Jahren an der Spitze des Kreisverbands tritt Marie-Agnes Strack-Zimmermann nicht mehr zur Wahl an. Intern hatte sie sich für einen bestimmten Nachfolger stark gemacht, es gibt aber auch eine Gegenkandidatin.

 Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) wird nicht mehr zur Wahl beim Parteitag des Kreisvorstands antreten.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) wird nicht mehr zur Wahl beim Parteitag des Kreisvorstands antreten.

Foto: dpa/Serhat Kocak

Die Kostenpflichtiger Inhalt FDP in Düsseldorf sucht neues Führungspersonal. Hat Fraktionschef Manfred Neuenhaus seinen Rückzug für die Kommunalwahl 2025 angekündigt, endet am 16. März nach zehn Jahren die Zeit von Marie-Agnes Strack-Zimmermann an der Spitze des Kreisverbands. Sogar der Bundesvorsitzende Christian Lindner kommt zu diesem Anlass zum Parteitag in die Aula der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Und ihm wird eine Kampfkandidatur um die Nachfolge Strack-Zimmermanns geboten werden.

Zur Wahl stellen werden sich mindestens die beiden heutigen Stellvertretenden Moritz Kracht und Dagmar Saschek, die sich derzeit den Ortsverbänden präsentieren. Möglich ist zudem auch noch am Parteitag selbst, dass jemand dazukommt.

 Dagmar Saschek (r.) und Moritz Kracht werden auf der FDP-Internetseite vorgestellt.

Dagmar Saschek (r.) und Moritz Kracht werden auf der FDP-Internetseite vorgestellt.

Foto: ale

Nach Einschätzung von Beobachtern ist das Rennen offen. Somit ist auch unklar, ob sich der von Strack-Zimmermann favorisierte Kracht durchsetzt. Für den ehemaligen Sprecher von Lindner hatte sie sich intern als Nachfolger ausgesprochen, wie von Insidern zu hören ist. Öffentlich möchte Strack-Zimmermann allerdings auf Nachfrage unserer Redaktion kein Statement abgeben. Spannend zu sehen sein wird beim Parteitag, inwiefern sich die 65-Jährige da ebenfalls zurückhält und wie Lindner sich äußern wird, der fünf Jahre lang eng mit Kracht zusammengearbeitet hat. Mancher vermutet gar, Lindners Kommen und ein dadurch größerer Mitgliederzuspruch beim Parteitag könne Kracht helfen, da Saschek eher bei den aktiven Mitgliedern einen guten Stand habe.

Mit Kracht und Saschek als Kandidaten trifft auch der Politprofi auf die geschäftsführende Gesellschafterin einer Unternehmensberatung, die Politik nicht hauptberuflich betreibt. Wenn man so will, steht Kracht eher für Kontinuität (seit 2014 ist er bereits Mitglied im Kreisvorstand) und Saschek eher für Aufbruch (sie ist erst seit 2022 Teil des Vorstands).

Kracht (geboren 1980) gibt im Gespräch mit unserer Redaktion als Ziel aus, dass die FDP nach der Kommunalwahl wieder mit einem starken Team Teil einer Mehrheitskooperation werden soll. Persönlich habe er große Lust, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dafür wolle er seine hauptberuflich erworbenen Erfahrungen in der Politik in die Waagschale werfen. Derzeit ist er Kracht Sprecher von Justizminister Marco Buschmann.

Saschek (geboren 1965) betont ihr Ziel: „Ich will die Düsseldorfer Freien Demokraten als einflussreiche, zukunftsgerichtete Kraft, innerhalb der Partei und für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer.“ Denn mit „einer starken Wirtschaft und einem starken Bürgertum“ sei Düsseldorf eine attraktive und lebenswerte Stadt. Diese Qualitäten gelte es zu sichern und auszubauen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort