Düsseldorf: Jacques Tilly designt Button für Straßenzeitung Fiftyfifty

Freches Design für Fiftyfifty: Jacques Tilly ärgert die Kölner - für einen guten Zweck

Der Düsseldorfer Wagenbaumeister hat einen frechen Button designt, der demnächst dem Straßenmagazin Fiftyfifty beiliegt. Das soll die verkaufte Auflage steigern.

Jacques Tilly ist ein treuer "Fan" des Obdachlosenmagazins Fiftyfifty. "Das lese ich schon lange und gerne, weil die Themen wirklich interessant und anspruchsvoll sind", sagt der gefragte Satire-Künstler und Wagenbauer. Jeden Monat holt er sich die neue Ausgabe bei seinem Stammverkäufer an der Oberbilker Allee.

Doch ihm tun es immer weniger Menschen gleich. Zwar spenden viele den Straßenverkäufern Geld, nehmen dafür aber keine Zeitung mit. Die Grundidee von Fiftyfifty ist es eigentlich, den Obdachlosen mit dem Verkauf damit eine Alternative zum Betteln zu geben, doch so wird diese ab absurdum geführt, wie auch Tilly weiß.

Klugerweise kam die Idee auf, dem kommenden Novemberheft etwas beizugeben. Fiftyfifty erhofft sich dadurch, dass die Auflage der gemeinnützigen Zeitung wieder steigt und diese dadurch weiterhin komplett ohne Spenden finanziert werden kann.

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Die aufsehenerregende Idee an der Stelle funktioniert bestens mit so einer publikumswirksamen Person wie Tilly: Anlässlich des nahenden Starts der Session präsentierte er gestern einen karnevalistisch-humorvollen Ansteck-Button, den jeder beim Kauf einer Zeitung dazubekommt. Entworfen hat ihn der Maestro selber - ein Extra, das die Jecken zum 11.11. oder zum Rosenmontagszug tragen können.

Der Herr über die frechen Wagen kreierte einen Button in gewohnt humorvoll-provozierendem Design, der die rheinische Rivalität zu Köln aufgreift. Neben dem grinsenden, bergischen Löwen des Stadtwappens steht der Spruch: "Ich bin so froh ... dass ich kein Kölner bin."

Der Button liegt jeder Fiftyfifty bei - Hefte und Button sind in eine Folie eingeschweißt. In Köln wird das Gimmick zunächst nicht erhältlich sein.

(RP)