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Düsseldorf: Imbiss mit Schimmel und Blut verdreckt - OSD-Kontrolleure angegriffen

Kontrollen im Stadtgebiet : Düsseldorfer Ordnungsdienst entdeckt Schimmel und Blut in Imbiss

Neben Verstößen gegen die Corona-Regeln machten die Kontrolleure des Ordnungs- und Servicedienstes in Düsseldorf eklige Entdeckungen in einem Imbiss. In der Altstadt versuchten elf Männer ein Lokal zu stürmen, aus dem sie zuvor verwiesen worden waren.

Bei einer Kontrolle am Freitag in einem Restaurant in Flingern-Süd stellten die Einsatzkräfte des OSD, neben Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, zahlreiche weitere Mängel fest. So war unter anderem der Feuerlöscher im Gastraum zugestellt, es fehlte die Notausgangsbeschilderung, die Feuerschutztür in der Küche war defekt und zugestellt und das Handwaschbecken war nicht betriebsbereit.

Zudem machte der Betrieb insgesamt einen sehr unhygienischen Eindruck. Unter anderem fanden die Einsatzkräfte Essensreste auf dem Boden vor. Außerdem waren die Kühlschränke von innen verunreinigt. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Bei der Nachkontrolle eines innerhalb eines Einzelhandelgeschäftes befindlichen Imbisses in Lierenfeld am Samstag fanden die OSD-Mitarbeiter erneut massive hygienische Mängel vor. So wiesen ein Schneidebrett sowie einige stark beschädigte Fliesen Spuren von Schwarzschimmel auf. Zudem hingen im Lager offene Kabel aus der Decke. Für die Kühlung der Lebensmittel standen lediglich zwei kleine Kühlschränke zur Verfügung, die jedoch mit Essensresten und Blut stark verunreinigt waren. Die angetroffene Mitarbeiterin gab an, dass die Kühlschränke nicht zu ihrem Imbissstand gehörten. Diese stünden vielmehr für alle Imbisswagen zur Verfügung, somit könne nicht eindeutig gesagt werden, wer der Verursacher der Verunreinigung sei.

Da die Mitarbeiterin den Betrieb freiwillig schloss, war eine entsprechende Anordnung nicht erforderlich. Sowohl die Mitarbeiterin als auch der herbeigerufene Inhaber wurden aufgefordert, die Mängel umgehend zu beseitigen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

In einem Gastronomiebetrieb in der Altstadt trugen die Gäste keine Mund-Nasen-Bedeckung, kamen in größeren Gruppen der Sitzverpflichtung nicht nach und hielten die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht ein. Aufgrund der Vielzahl der Verstöße wurde der Inhaber aufgefordert, den Betrieb zu schließen und die knapp 60 Gäste aus dem Laden zu schicken.

Eine Gruppe von etwa elf Männern weigerte sich, das Lokal zu verlassen. Auch eine Ansprache durch den Inhaber wurde ignoriert. In der Folge eskalierte die Situation und die Einsatzkräfte wurden verbal und körperlich bedroht. Nachdem es schließlich gelang die Gruppe aus dem Betrieb herauszudrängen, versuchten diese das Lokal zu stürmen.

Die Einsatzkräfte, die sich inzwischen in das Lokal zurückgezogen hatten, versuchten gemeinsam, die Tür zuzuhalten. Bei dem folgenden Gerangel wurde einer Einsatzkraft durch die nicht völlig geschlossene Eingangstür an den Hals gegriffen. Zudem wurde die Türstange von der Tür abgerissen. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte sollte die Stange als Waffe eingesetzt werden.

Erst die hinzugerufenen Polizei konnte die Situation beruhigen. Ein Großteil der Gruppe flüchtete, zwei von der Polizei gestellte Personen wurden festgenommen. Der Fall wurde zur weiteren Ermittlung an die Polizei übergeben.

(csr)