Kundgebung in Düsseldorf Hunderte Teilnehmer bei „Run for their lives“

Düsseldorf · Zu dem wöchentlichen Solidaritätsspaziergang hatte die Jüdische Gemeinde eingeladen. Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Oberbürgermeister Stephan Keller und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur.

 An dem "Run for their lives"-Spaziergang nahmen auch die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur, Oberbürgermeister Stephan Keller, Bürgermeister Josef Hinkel und Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, teil.

An dem "Run for their lives"-Spaziergang nahmen auch die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur, Oberbürgermeister Stephan Keller, Bürgermeister Josef Hinkel und Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, teil.

Foto: anbu

Nach israelischen Annahmen befinden sich nach dem Überfall der Hamas im Oktober vergangenen Jahres noch immer 133 israelische Kinder, Frauen und Männer in der Gewalt palästinensischer Organisationen im Gazastreifen. Für deren Freilassung wurde am Sonntag bei dem wöchentlichen „Run for their Lives“ in Düsseldorf unter dem Motto „Let our People go“ demonstriert.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf nahm gemeinsam mit dem Jüdischen Studierendenverband von NRW, WIZO Düsseldorf und Kehila NRW daran teil. „Seit Montagabend feiern wir das achttägige Pessachfest, an dem die Freiheit des jüdischen Volkes gefeiert wird. 133 israelische Geiseln können diese Freiheit nicht ausleben. So lange sie nicht frei sind, sind wir es auch nicht ganz“, sagte Oded Horowitz, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, bei der Abschlusskundgebung. Das Schicksal der Geiseln und ihrer Familien dürfe nicht in den Hintergrund geschoben werden. Der Hass auf Juden sei schon sehr alt. „Unsere Vorfahren haben es überstanden und wir werden es auch überstehen.“

Treffpunkt des „Run for their Lives“-Spaziergangs war am Sonntag um 16 Uhr am Graf-Adolf-Platz. Nach dem gemeinsamen Gang zum Johannes-Rau-Platz sprachen dort auch Oberbürgermeister Stephan Keller und die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur. Auch Bürgermeister Josef Hinkel und Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven waren gekommen. Die Solidarität der Düsseldorfer Stadtgesellschaft sei unverbrüchlich an der Seite der israelischen Freunde, sagte Keller. „Wir können als Kommune ein Zeichen setzen. Die Solidarität ist alternativlos ein Teil der Düsseldorfer DNA.“ Mona Neubaur erzählte von ihrem Aufenthalt in Israel vor vier Wochen und der Situation vor Ort, in der Nähe des Gazastreifens. „In NRW ist ‚Nie wieder ist jetzt‘ nicht nur ein Wort, sondern wir hinterlegen es mit Maßnahmen“, versprach sie den sichtlich betroffenen Anwesenden in Düsseldorf.

Musikalisch wurde die Kundgebung von Shai Terry und Russel Poyner begleitet. Nach Angaben der Polizei waren 100 bis 200 Teilnehmer angemeldet. Zwischen 250 und 300 Teilnehmer waren vor Ort, schätzte die Polizei. Alles sei sehr friedlich verlaufen.

(anbu)
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