Düsseldorf: Hunderte Schüler demonstrieren am Burgplatz

Düsseldorf: Hunderte Schüler demonstrieren am Burgplatz

Schüler des Comenius-Gymnasiums aus Obekassel haben am Dienstagmittag auf dem Burgplatz für mehr Räume in der Schule demonstriert. Die waren bei der Vereinbarung über den Ganztagsbetrieb versprochen worden.

Angerückt sind die Gymnasiasten aus Oberkassel mit selbst gebastelten Plakaten. Der Burgplatz ist am Dienstagmittag rappelvoll. "Stadt Düsseldorf, sind wir Ihnen egal?", "Alle wollen neue Räume, denn wir haben Abi-Träume", "Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!" steht dort geschrieben.

Kayra, Chirac, Leticia, Franziska, Cleo, Jil und Meret (am Transparent, v.l.) demonstrierten mit Mitschülern auf dem Burgplatz. Foto: Hans-Jürgen Bauer

Unterstützt werden die Jungen und Mädchen von Lehrern und Eltern. Über sechs Jahre hat sich Frust in der Schulgemeinde aufgestaut, weil bei Vereinbarung des Ganztagsbetriebs zusätzliche Räume zugesichert wurden. "Inzwischen ist der erste Jahrgang in der Oberstufe angekommen, ohne auch nur einen Tag diese Räume erlebt zu haben", sagt Vize-Pflegschaftsvorsitzende Valeria Liebermann in einer laut beklatschten Rede.

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Kern ihrer Kritik: Zwar habe es jede Menge konstruktive Gespräche mit dem Oberbürgermeister und dem Schuldezernat gegeben, nur passiert sei eben nichts. "Ich will einfach nicht, dass einige von uns Klausuren weiter in einer Kirche schreiben müssen", sagt Cleo Esser aus der 10. Klasse.

Für Berit Zalbertus, Vorsitzende der stadtweiten Schulpflegschaft, weist die Demonstration über das Comenius-Gymnasium hinaus. "Düsseldorf wächst. Beim Schulbau und der Schulsanierung hinken wir der Entwicklung hinterher. Die Stadt muss rasch und kreativ Lösungen anbieten. Container zählen nicht dazu." Irritiert auf die Demo, die Teil eines Projekttages war, reagierte die Bezirksregierung. Es werde eine Aufarbeitung dazu geben müssen, ließ sie die Schule wissen.

(jj)
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