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Düsseldorf-Holthausen​: Schulkinder zeigen ihr Können auf zwei Rädern​

Düsseldorf-Holthausen : Schulkinder zeigen ihr Können auf zwei Rädern

125 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren gaben in Düsseldorf-Holthausen in den Disziplinen Sprint, Geschicklichkeit und Ausdauer ihr Bestes.

Enno Pollmann hat gerade den Sprint hinter sich gebracht, als er sich mit seinem Rad und Gruppenführerin Marieke zur zweiten Station aufmacht, an der es um Geschicklichkeit geht. Hier ist ein längerer Parcours mit verschiedenen Hindernissen aufgebaut, an denen die Kinder sich mit ihren Fahrrädern entlang und herüber manövrieren müssen. Sicherlich eine der schwereren Übungen an diesem Tag.

Insgesamt 125 Kinder waren am Samstagvormittag neben Enno Pollmann zum Petit Départ in den Sportpark Niederheid gekommen. Wer zwischen acht und zwölf Jahre alt war, konnte mitmachen. Mitnehmen mussten die jungen Teilnehmer nur ihre Fahrräder, „und natürlich besteht Helmpflicht“, wie Benedict Jerusalem vom Jugendamt sagte, der den Radsportwettbewerb mit dem Verein „S.G. Radschläger“ 2017 ins Leben gerufen hatte.

Im Zuge der seinerzeit in Düsseldorf erfolgten Etappe der Tour de France, des Grand Départ, dachten sich die Organisatoren den Petit Départ aus, bei denen Schulkinder Geschicklichkeit, Ausdauer und Sprintvermögen zum Besten geben. An vier aufeinander folgenden Samstagen erfolgt der Radsportwettbewerb an verschiedenen Stationen im Düsseldorfer Stadtgebiet: Nach Rath und Oberkassel war der Austragungsort nun in Holthausen, der nächste und letzte wird am kommenden Wochenende in Stockum sein. Jeder Teilnehmer darf nur einmal mitmachen. „Die 500 Plätze waren innerhalb kürzester Zeit weg“, so Benedict Jerusalem.

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Auch für Enno Pollmann war sofort klar, dass er mitmachen wollte, als ihm ein Freund vom Fahrradwettbewerb erzählte. Der Neunjährige fährt in seiner Freizeit gern Fahrrad und bestreitet damit auch immer seinen Weg zum Klavier- und Karateunterricht: „Diese Mama-Taxis finde ich furchtbar“, berichtet seine Mutter Esther Pollmann, während sie den Sohn von der Zuschauertribüne aus anfeuert. Sie nimmt mit Kollegen auch regelmäßig selbst beim Düsseldorfer Stadtradeln teil. Durch das Radfahren tue man etwas für sich und den Klimawandel. Wo immer es geht, versuchen die Pollmanns also auf das Auto zu verzichten. Selbst wenn dies mal bedeutet, über so unübersichtliche Orte wie den Worringer Platz zu fahren.

Sascha Grünewald war als Vorsitzender der S.G. Radschläger zufrieden mit der Resonanz für den Wettbewerb und wirbt für den Aufenthalt und die Bewegung im Freien. Die sechs Besten aus jeder Vorausscheidung qualifizieren sich für das Radrennen „Rund um die Kö“, das am 13. und 14. August ausgetragen wird. Doch kleine Sieger waren alle Teilnehmer, denn für jeden gab es in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Stephan Keller eine Medaille und ein T-Shirt.

Und durch die Geschicklichkeitsübungen auf dem Rad trainiere man nicht zuletzt auch die eigene Sicherheit im Straßenverkehr, so die Organisatoren. „Auf diesem Gebiet hat sich durch den Ausbau der Radwege in den letzten Jahren etwas getan“, so Esther Pollmann, „doch da ist noch viel Luft nach oben.“