Diesmal keine Fotos für Google Maps Warum diese Hightech-Autos durch jede Straße in Düsseldorf fahren

Düsseldorf · Weder Google noch Apple stecken hinter diesen Spezialfahrzeugen mit Kamera auf dem Dach, die derzeit durch Düsseldorf fahren. Wer das gesamte Straßennetz scannen lässt, was mit den Bildern passiert und wo sie zu sehen sein werden.

 Spezialfahrzeuge der Firma Cyclomedia wie dieses fotografieren und scannen bis Ende Juli das gesamte Straßennetz in Düsseldorf.

Spezialfahrzeuge der Firma Cyclomedia wie dieses fotografieren und scannen bis Ende Juli das gesamte Straßennetz in Düsseldorf.

Foto: cyclomedia

Spezialfahrzeuge scannen und fotografieren seit dieser Woche das gesamte Straßennetz in Düsseldorf. Bis Ende Juli fahren drei Autos mit Hightech an Bord durch die Straßen.

Die von der Stadt beauftragte Firma Cyclomedia erstellt aus den Aufnahmen hochauflösende, dreidimensionale 360-Grad-Panoramabilder, die zusätzlich noch georeferenziert, also mit Koordinaten versehen sind. Für die Öffentlichkeit gedacht sind diese Aufnahmen aber nicht: Sie sollen den Zustand der Straßen erfassen und intern für die Planung der Instandsetzung von Straßen, Geh- und Radwegen dienen.

Die neuen Bilder ermöglichten einen „ganz neuen Blick auf den aktuellen Ist-Zustand“ der Straßen, sagte Jochen Kral, Dezernent für Mobilität und Umwelt zum Start des Projekts. Mit den Daten sei es möglich, Sanierungen besser zu priorisieren, außerdem könnten sie die Planungen und Messungen im Straßennetz erleichtern. Die Auflösung der Bilder soll dabei so hoch sein, dass selbst kleine Risse zu erkennen sind. Eine Künstliche Intelligenz erfasst dabei den Zustand der Straßen.

1650 Kilometer werden die Fahrzeuge abfahren, obwohl das Straßennetz nur gut 1220 Kilometer umfasst. Der Grund: Einige Straßen müssen mehrmals durchfahren werden. Etwa, weil sie mehrere Fahrspuren oder separate Abbiegespuren haben – schließlich soll am Ende das gesamte Straßennetz abgebildet sein.

Entsprechend stehen auch Rad- und Fußwege auf dem Plan, sofern sie breit genug für die Fahrzeuge sind. Den fließenden Verkehr sollen die Maßnahmen übrigens nicht beeinflussen, heißt es von der Stadt.

Wer eines der Fahrzeuge demnächst in Aktion sieht, muss aber nicht fürchten, auf den Aufnahmen erkennbar zu sein: Gesichter sowie Kennzeichen werden unkenntlich gemacht, die Bilder nicht veröffentlicht, versichert die Stadt mit.

(akir)