Düsseldorf hat nach zehn Jahren den Corneliusplatz wieder

Baustellenlager ist Geschichte : Düsseldorf hat den Corneliusplatz wieder

Zehn Jahre lang diente der Platz als Baustellenlager für die Wehrhahn-Linie, verdeckt durch eine große Werbewand. Für 3,8 Millionen Euro wurde der Platz mit dem sanierten Schalenbrunnen nun als Ort zum Verweilen wieder hergerichtet.

Düsseldorfs Prachtstraße gewinnt mit dem neugestalteten Corneliusplatz einen öffentlichen Platz zurück. Damit findet die Königsallee wieder den Anschluss an den Hofgarten. Vom Cornelius-Denkmal an der Landskrone können Passanten nun wieder frei über die Allee und den Kö-Graben Richtung Süden schauen. Im Zentrum steht bereits der Brunnen, doch erst im Frühjahr wird der Platz vollendet sein. Oberbürgermeister Thomas Geisel präsentierte ihn gestern der Öffentlichkeit. Die Veränderungen:

  • Schalenbrunnen

Zum ersten Mal nach mehr als zehn Jahren wird der Brunnen von Leo Müsch im Frühjahr 2018 wieder sprudeln. Er war mit der Anlage des Platzes 1882 aufgestellt worden. 2007 wurde er abgebaut und in Einzelteile zerlegt eingelagert. Nun wurde er nach historischen Plänen der Gartendenkmalpflege restauriert und wieder aufgebaut. Die Kosten lagen bei rund 450.000 Euro.

  1. Bänke

In den 1980er Jahren waren die Bänke am Corneliusplatz abgebaut worden, weil sie als Nachtlager für Obdachlose dienten. Nun werden sie im kommenden Frühjahr wieder aufgestellt: Rund um den Schalenbrunnen sollen die Passanten auf acht historischen Bänken mit Gusseisen verweilen können. An beiden Fronten des Platzes werden jeweils lange moderne Bänke platziert. Sie übernehmen auch die Funktion, Technik zu verdecken.