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Düsseldorf hat die größte Skate-Anlage in Deutschland

Größte Skate-Anlage in Deutschland : Das Paradies der Skater liegt in Eller

An der Heidelberger Straße ist der größte Skate-Park Deutschlands in Betrieb genommen worden. Die insgesamt 3800 Quadratmeter Fläche lassen den Puls der Skater höherschlagen.

Ein kurzer, prüfender Blick die Rampe hinunter – schon wirft sich Erik mehrere Meter in die Tiefe. Elegant rollt der Elfjährige auf seinem Skateboard durch die „Bowl Area“ und hat sichtlich Spaß an der Sache, denn genau dafür ist er mit seinem Vater aus Viersen gekommen.

Die beiden sind nicht die einzigen Adrenalin-Hungrigen auf der Anlage. Stattdessen scheint sich die komplette Skater-Szene aus Düsseldorf und Umgebung an diesem Wochenende an der Heidelberger Straße 14 zu tummeln. Kein Wunder, hat das lange Warten für die wagemutigen Rollbrett-Fahrer doch endlich ein Ende gefunden.

Mit einer großen Feier wurde am  Samstag Deutschlands größter Skatepark in Eller eröffnet. Nachdem vor zehn Jahren der Jugendrat einen Antrag für den Bau der Anlage gestellt hatte, sollte sie eigentlich längst eröffnet sein.

Doch das Wetter und andere Umstände machten dem einen Strich durch die Rechnung. „Das größte Problem war der Tiefbau. Es waren so viele Leitungen und Rohre in der Erde verborgen, von denen niemand wusste, zu welchem Zweck sie da sind“, erklärt Architekt Dirk Lücke.

 Mehr Sportlust als Angst vor einem Sturz: Erik (11) wirft sich auf seinem Skateboard in die Tiefe.
Mehr Sportlust als Angst vor einem Sturz: Erik (11) wirft sich auf seinem Skateboard in die Tiefe. Foto: Bretz, Andreas (abr)
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Als die Gruben schließlich fertig waren, störte der Regen. Denn um den gräulich-weißen Beton einsetzen zu können, welcher anschließend von spezialisierten Rampenbauern per Hand geglättet wurde, brauchte es eine trockene Wetterphase.

Oberbürgermeister Thomas Geisel: „die „geilste Anlage der Republik“

Doch nun konnte die „geilste Skate-Anlage der Republik“, wie sie Oberbürgermeister Thomas Geisel in seiner Eröffnungsrede bezeichnete, bei bestem Wetter in Betrieb genommen werden. Die insgesamt 3800 Quadratmeter Fläche lassen den Puls der Skater höherschlagen.

Bei der Planung wurden die Sportler der lokalen Szene wie die Initiative „skAIDboard Düsseldorf“ oder die „Rebel Rockers“  einbezogen. „Zusammen haben wir geschaut, was man in Düsseldorf braucht und was es noch nicht in der Umgebung gibt“, erklärt Lücke.

 Auch für die Kleinsten gab es am Samstag die Chance mitzumachen. Louis (3) war jedenfalls gleich dabei.
Auch für die Kleinsten gab es am Samstag die Chance mitzumachen. Louis (3) war jedenfalls gleich dabei. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Herzstück der Anlage ist neben der „Bowl Area“ mit ihr tiefen Trichtern die „Street Area“, welche aus drei verschiedenen Ebenen besteht und mit zahlreichen Kanten und Metallrohren zum „Sliden“ einlädt.

Besonderes Highlight in diesem Bereich ist das in die Bahnen integrierte Kunstwerk von Imi Knoebel. Der  Kinderstern des Düsseldorfer Künstlers stellt in pyramidenähnlicher Form ein zu bezwingendes Hindernis für die Skater dar. Zudem gibt es eine 500 Quadratmeter große „Kids Area“, damit auch die Kleinsten bei kindgerechter Schwierigkeitsstufe üben können.

Im September wird die Deutsche Meisterschaft ausgetragen

Insgesamt genügt die Anlage aber allen Normen, um auch professionelle Turniere abhalten zu können. So steht fest, dass die Deutsche Skateboard-Meisterschaft vom 14. bis 16. September auf der Anlage  ausgetragen wird.

Vorab konnten sich lokale Profi-Sportler wie Lenni Janssen ein Bild von den Gegebenheiten machen. „Der Bowl-Bereich ist nicht einfach. Da muss ich mich erst einmal dran gewöhnen“, sagt das Mitglied des Stockheim Olympia-Teams. Von den gut zwanzig Anlagen, die er in seinem Leben bisher gefahren ist, sei der Skatepark in Eller definitiv „eine der besten Anlagen.“

Übrigens eignet sich die Anlage nicht nur für Skater. Auch Rollschuhe und Tretroller werden dort zuhauf gesichtet. Axel Großenbach ist am Samstag mit seinen Söhnen Kian und Jona per BMX-Fahrrad angereist. Zwar seien die 2,80 Meter tiefen Rampen der „Bowl Area“ ein bisschen zu steil für BMX-Fahrer – das ließe sich bei regelmäßigen Besuchen aber  üben. „Das wird hier unser neues Wohnzimmer“, erklärt Großenbach mit einem Lächeln.