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Stadt unter den Top Ten: Düsseldorf hat 378 Millionäre

Stadt unter den Top Ten : Düsseldorf hat 378 Millionäre

Die Stadt liegt damit unter den Top Ten der deutschen Großstädte. Und wie in den anderen Kommunen auch, ist der Auftritt der Wohlhabenden hier höchst unterschiedlich: Einige zeigen offen ihr Geld, andere verstehen sich vor allem als Unternehmer und sehen ihre Vermögen als Firmen-Werte.

Mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Stadt ist auch die Zahl einer eher kleinen Gruppe von Einwohnern gestiegen, die größtenteils nicht gern im Rampenlicht steht: die Einkommens- oder Vermögens-Millionäre. Als das "Manager Magazin" zum Ende des Jahres die Liste der 500 reichsten Deutschen veröffentlichte, waren natürlich wieder eine ganze Reihe von Namen aus der Landeshauptstadt dabei, und als der "Spiegel" jetzt mit dem Titel "Deutschland, deine Reichen" auf den Markt kam, tauchte Düsseldorf bei den bundesdeutschen Großstädten ebenfalls unter den Top Ten im Millionärsranking auf.

Danach hat hier jeder 1537. Einwohner mehr als eine Million Euro auf dem Konto, insgesamt sind das 378 Personen. Zum Vergleich: In München ist es jeder 1586. insgesamt 827, im Berlin jeder 5840. und insgesamt 585 Menschen.

Sehr wohlhabende Familien

Höher ist die Dichte der sehr Wohlhabenden allerdings beim Nachbarn Meerbusch: Meerbusch ist — gerechnet pro 10 000 Einwohner — weiter die Stadt mit den meisten Einkommensmillionären unter den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Und das, so belegt das Statistische Landesamt, mit weitem Abstand. Insgesamt zählen die Statistiker 98 Bürger (beziehungsweise Ehepaare) mit einem siebenstelligen Jahreseinkommen. Damit wohnt mehr als jeder zweite derart Begüterte im Rhein-Kreis in der nur gut 54 000 Einwohner zählenden Stadt.

In Düsseldorf sind es nicht selten ganze Familien, deren Vermögen im sieben- und achtstelligen Bereich (oder noch höher) liegt: Die weit verzweigte Henkel-Sippe, beispielsweise, oder auch die Familie Schwarz-Schütte, die zuletzt auf sich aufmerksam machte, als Patrick Schwarz-Schütte das Dreischeibenhaus kaufte, um es zu sanieren.

Einige der wirtschaftlich stärksten Düsseldorfer sehen sich sehr ungern in solchen Millionärs-Rankings. Walter Droege zum Beispiel, Chef der Droege Gruppe (mit diskretem Sitz in einer City-Randlage Düsseldorfs) hat sein Imperium über die Jahre aufgebaut und gilt heute als sehr flüssig, wenn es um den Kauf von Firmenbeteiligungen geht. Achim Hunold, bis vor wenigen Monaten Chef der Air Berlin, hat die Airline praktisch aus dem Nichts geschaffen und hatte bis zuletzt nur einige Prozent Anteile. Deren Wert hängt vom Aktien-Kurs ab, aber Hunold dürfte auch als einer gelten, der zum Club der Wohlhabenden gehört.

Walter Brune, Erbauer des Rhein-Ruhr-Centrums in Mülheim und der Kö-Galerie in Düsseldorf, hat im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Immobilien entworfen und gebaut, viele gehören oder gehörten ihm. Aber immer dann, wenn in der Manager-Magazin-Liste sein Name verbunden wird mit 600 Millionen Euro Vermögen, dann begeistert das den Architekten keineswegs. Das seien doch Sachwerte, rechnet er stets vor, zum Teil noch mit Hypotheken belastet — und die dürfe man sich nicht wie Geld auf dem Konto vorstellen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Millionäre aus Düsseldorf

(RP/url)