Düsseldorf: Gute erste Bilanz nach Weihnachtsmarkt

Erste Bilanz : Gute erste Bilanz nach Weihnachtsmarkt

Veranstalter Düsseldorf Tourismus ist mit dem auf fünf Wochen verlängerten Ereignis zufrieden. Auch an Weihnachten wurde es voll. Händler und Besucher werden noch genauer befragt. Morgen ist der letzte Tag.

Zum Ende des fünfwöchigen Weihnachtsmarktes hat sich die Düsseldorf Tourismus (DT) als Veranstalter zufrieden gezeigt. Düsseldorf sei auch in diesem Jahr als „vorweihnachtliches Gesamterlebnis“ ein beliebtes Ziel für Gäste aus der Region und der ganzen Welt gewesen, hieß es. Als Erfolge gewertet wurden auch das gemeinsame Singen mit mehreren hundert Besuchern auf dem Kö-Bogen-Markt und das vergrößerte Kinder-Angebot: Bis zu 300 Kinder hätten sich täglich an den Aktionen von Basteln bis Plätzchenbacken beteiligt.

„Düsseldorf hat sich in den vergangenen Wochen von seiner stimmungsvollsten Seite präsentiert und Menschen aus der ganzen Welt begeistert“, sagte DT-Geschäftsführer Ole Friedrich. Der Weihnachtsmarkt in Düsseldorf besteht aus sieben einzelnen Themenmärkten, dazu kommen noch die Eisbahn an der Königsallee und das Riesenrad am Burgplatz. Durch den Wegfall der Baustellen habe sich zudem ein guter durchgehender Weg für die Besucher ergeben: „Vom Rhein bis zum Wehrhahn hat man jetzt eine Strecke, die man gut gehen kann“, sagt DT-Sprecher Roman von der Wiesche.

Es ist das zweite Mal, dass der Weihnachtsmarkt nach den Feiertagen weitergeht und erst am 30. Dezember (Sonntag) endet. In einem ersten Fazit zeigen sich die Händler zufrieden mit der Verlängerung. „Es kommen viele Menschen, vor allem Familien; manche erzählen, es sei das erste Mal seit zehn Jahren, dass alle gemeinsam über den Weihnachtsmarkt schlendern können“, erzählt Jasmin Wilmering, die auf dem Rathausplatz gebrannte Mandeln verkauft. Mit der Zeit vor Weihnachten sei man „noch zufrieden“, allerdings habe das durchwachsene Wetter an den Wochenenden die Bummel-Laune der Weihnachtsmarktbesucher getrübt – und damit das Geschäft der Budenbetreiberin, die jetzt auf einen starken Abschluss hofft.

Auch Wiebke Bruch, die einen Glühweinstand am Schlossplatz betreibt, zieht eine vorsichtig positive Bilanz. „Jetzt, nach Weihnachten, ist die Stadt voll – und die Märkte auch“, beobachtet Bruch. Im Gegensatz zu Wilmerings Mandel-Stand macht sie allerdings tagsüber nicht mehr Umsatz als vor den Feiertagen. „Die Leute sind im Stress, wollen einkaufen und umtauschen und haben keine Zeit für einen Glühwein“, resümiert Bruch.

Die DT kündigte an, man werde Besucher und Händler selbst noch umfassend befragen und die Ergebnisse detailliert auswerten. Auf Grundlage dieser Bewertungen wird die DT eine Empfehlung für die künftige Laufzeit des Weihnachtsmarktes formulieren, über die die zuständigen Ausschüsse (Wirtschaftsförderung; Ordnung und Verkehr) im ersten Quartal 2019 entscheiden soll. Dass der Weihnachtsmarkt an Heiligabend und am zweiten Weihnachtstag geöffnet war, zog nach ersten Beobachtungen jedenfalls zahlreiche Besucher an. Das bestätigt auch von der Wiesche: „Am zweiten Feiertag war es auf der Flinger Straße so voll wie sonst an einem Samstagnachmittag.“

Erste Rückmeldungen aus der Hotellerie deuten nach Angaben der DT auf eine gute Auslastung im Dezember hin. Auch zahlreiche Bus-Touristen kamen wieder zum Weihnachtsmarkt, ihre Zahl blieb mit etwa 1800 konstant. Der Anteil an Bussen aus dem Ausland betrug fast 86 Prozent, ganz vorne lagen einmal mehr die Niederlande mit rund 1000 Bussen und Belgien mit etwa 420. Kleines Kuriosum: Auch acht Busse aus Griechenland brachten Besucher zum Düsseldorfer Weihnachtsmarkt – eine Strecke von mehr als 2600 Kilometern.

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