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Düsseldorf: Großkonzert "Give live a Chance" in der Arena wird verschoben

Steigende Infektionszahlen : Umstrittenes Konzert in der Düsseldorfer Arena wird verschoben

Das geplante Großkonzert mit bis zu 13.000 Gästen in der Düsseldorfer Arena am 4. September findet nicht statt. Noch vor einer offiziellen Entscheidung durch die Landesregierung zogen die Veranstalter die Reißleine. Veranstalter Marek Lieberberg hat einen Plan B.

Das Konzert „Give Live A Chance“, Kostenpflichtiger Inhalt das für den 4. September in der Düsseldorfer Arena geplant war, wird verschoben, vermutlich auf den Spätherbst. Das teilt Veranstalter Marek Lieberberg (Live Nation) mit. Man habe ein überzeugendes Hygiene- und Schutzkonzept vorgelegt, das auch von der Landesregierung anerkannt worden sei, sagt Lieberberg.

Wegen der steigenden Infektionszahlen und im Raum stehenden nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen sage man nun aber das Konzert ab – zunächst. Mehr als 7000 Besucher, die bereits Tickets erworben hätten, werde nunmehr das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurückerstattet.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begrüßt die Entscheidung, das Konzert zu verschieben. „Angesichts der aktuellen Infektionslage bin ich der Auffassung, dass ein Konzert dieser Größenordnung derzeit nicht durchführbar ist“, sagte Laumann. Es habe dazu in den vergangenen Tagen auch sehr konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten gegeben. „Ich danke den Verantwortlichen, dass sie nun diese sehr rationale und nachvollziehbare Entscheidung getroffen haben“, erklärt der Minister.

Eigentlich, so Lieberberg, sei in Abstimmung mit der Stadt Düsseldorf und dem NRW-Gesundheitsministerium vereinbart worden, das Infektionsgeschehen bis zum 31. August zu beobachten und dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. Ein Abrücken hiervon sei durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden. Die gegensätzlichen Positionen ließen sich nicht überbrücken. Die Regierung hat nach Informationen unserer Redaktion mehrfach mit Lieberberg Kontakt aufgenommen und die Entscheidung begründet.

Bedauerlicherweise verhindere die aktuelle Atmosphäre einen Konsens, sagt Lieberberg. Deshalb wolle man das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt realisieren.

Ganz besonders würdigte Lieberberg die Bereitschaft von Bryan Adams, Sarah Connor, Rea Garvey, The BossHoss, Joris und Michael Mittermeier, in Düsseldorf aufzutreten, und hob ihr außerordentliches Engagement für das Projekt hervor.