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Düsseldorf: Gericht verhandelt zwei Polizei-Einsätze

Gericht in Düsseldorf : Gericht verhandelt Polizei-Einsätze

Die genauen Umstände von zwei Polizei-Einsätzen beschäftigen in dieser Woche das Amtsgericht. Angeklagt ist dabei am 11. Dezember ein 23-jähriger Teilnehmer an einer Spontan-Demonstration am Flughafen.

Er soll einen Polizisten vor anderthalb Jahren durch einen gezielten Tritt gegen das Knie verletzt haben. In einem anderen Fall geht es einen Tag später (12. Dezember) um den Auftritt eines Polizeibeamten gegen einen randalierenden Kneipengast. Hier wird dem Ordnungshüter eine Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

Im März 2018 hatten sich am Flughafen womöglich spontan rund 200 kurdisch-stämmige Demonstranten versammelt. Um diese Gruppe von anderen Fluggästen wegzuleiten, hatten Einsatzkräfte eine Polizeikette gebildet, was zu tumultartigen Szenen geführt haben soll. Der 23-jährige Angeklagte soll mit ausgestrecktem Bein in Richtung eines Polizisten gesprungen sein, den Beamten am Knie getroffen und erheblich verletzt haben. Um diesen Angreifer aus der Gruppe herauszuholen, hatten Einsatzkräfte einen Kessel um die Demonstranten gebildet und wollten die Personalien des 23-Jährigen feststellen. Mit aller Kraft soll er sich gegen eine Fesselung gewehrt haben. Die Vorwürfe gegen ihn lauten nun auf Widerstand, Angriff auf einen Polizisten, Landfriedensbruch sowie Körperverletzung.

Unter umgekehrten Vorzeichen verhandelt ein anderer Amtsrichter am Donnerstag gegen einen 27-jährigen Ordnungshüter. Dieser soll im Juli 2018 beim Einsatz gegen einen randalierenden Kneipengast überreagiert und den angetrunkenen Mann verprügelt haben. Mit einem Kollegen war der Angeklagte demnach vor einem Lokal auf den randalierenden Gast getroffen. Um die Personalien des widerborstigen Mannes aufzunehmen, sollte der Zecher mit zur Wache genommen werden, wurde dazu in Bauchlage gebracht und gefesselt. Diese hilflose Lage des Mannes soll der angeklagte Polizist ausgenutzt, ihm sein Knie auf den Rücken gedrückt und mit Unterarm oder Ellenbogen auf den Wehrlosen eingeschlagen haben. Verletzungen habe der Beamte, so die Anklage, in Kauf genommen.

(wuk)