Düsseldorf: Fünf Dinge, die 2020 in der Stadt wichtig werden

Ausblick : Fünf Dinge, die 2020 in Düsseldorf wichtig werden

Was wird Düsseldorf im kommenden Jahr bewegen? Unsere Autoren geben einen Ausblick auf wichtige Ereignisse im Jahr 2020. Fahrgäste der Rheinbahn können sich auf moderne Bahnen freuen.

Die Kommunalwahl Für das politische Düsseldorf zählt 2020 vor allem ein Tag: Sonntag, 13. September. Dann werden Oberbürgermeister, Stadtrat und Bezirksvertretungen neu gewählt. Falls kein Kandidat mehr als die Hälfte der Stimmen erhält – was angesichts der zersplitterten Parteienlandschaft als wahrscheinlich gilt – folgt zwei Wochen später die Stichwahl um das OB-Amt. Die Wahl dürfte das gesamte Jahr die Schlagzeilen prägen: CDU und Grüne werden in den kommenden Wochen ihre Kandidaten bekanntgeben, ab dem Sommer werden dann Info-Stände, Haus­türwahlkampf und Online-Kampagnen nicht mehr zu übersehen sein. Wohnen und Verkehr gelten als die Themen, die im Wahlkampf aller Voraussicht nach im Mittelpunkt stehen werden.

Ein neues Schwimmbad ist fertig Nicht nur die Neugestaltung des Gustaf-Gründgens-Platzes mit dem Ingenhoven-Tal und dem sanierten Schauspielhaus wird für Aufmerksamkeit sorgen. Im Frühjahr wird in Flingern gefeiert: Das neue Allwetterbad ist fertig. Auf dem Gelände des traditionsreichen Freibads am Flinger Broich entsteht eine Kombination aus Hallenbad und Außenanlage. Die Stadt investiert 26,5 Millionen Euro. Das Hallenbad soll im Februar eröffnet werden, das Freibad zum Saisonbeginn im Mai. Der Neubau ist Teil des „Bäderkonzepts 2020“. Das neue Schwimmbad in Oberkassel wird derzeit gebaut und frühestens zum Jahresende fertig. Die Arbeiten in Benrath, wo ein Mehrgenerationen-Gesundheitsbad das alte Hallenbad ersetzt, werden erst Ende 2021 abgeschlossen.

Die neuen Stadtbahnen kommen Zum Jahreswechsel beginnt die Rheinbahn, ihre Fahrer für die neuen Stadtbahnen zu schulen, im Laufe des Jahres sollen die Neuanschaffungen des Herstellers Bombardier in Betrieb gehen. Die 58 neuen Bahnen, die den ältesten Teil der Flotte ersetzen und den Fuhrpark erweitern, sollen diverse Vorteile bieten, darunter erstmals Klimaanlagen. Die Rheinbahn wartet derzeit noch auf die Zulassung.

Das Thema Verkehr dürfte nicht nur deshalb das Jahr prägen: Das Gerichtsverfahren um zu hohe Luftverschmutzung – Stichwort: Diesel-Fahrverbote – dürfte abgeschlossen werden. Für eine außergerichtliche Einigung mit der klagenden Umwelthilfe muss Düsseldorf möglicherweise nachlegen. Schon die umstrittenen Umweltspuren waren wegen des Drucks aus dem Gerichtsverfahren ersonnen worden. Wenn nach der Kommunalwahl die neue Stadtregierung gefunden ist, dürfte sich auch der künftige Kurs in der Verkehrspolitik zeigen – dem politischen Thema, über das 2019 in Düsseldorf am leidenschaftlichsten gestritten worden ist.

Schulen Mehr als eine Milliarde Euro wird die Stadt bis zum Jahr 2025 für den Schulbau ausgeben. Bei den Investitionen fließt fast jeder zweite Euro in diesen Bereich. Im Jahr der Kommunalwahl werden Rathaus-Chef und Ampel-Kooperation hier punkten wollen. Voraussichtlich werden folgende Projekte 2020 fertig gestellt: die neue Toni-Turek-Realschule (sie ersetzt die bisherige Realschule Golzheim), der Neubau der Regenbogenschule, die von der Jahnstraße an die Kirchfeldstraße verlegt wird. Im ersten Quartal 2020 wird die Container-Anlage am Wim-Wenders-Gymnasium in Betrieb gehen. Für mehr als 50 Millionen Euro wird an der Schmiedestraße in Sichtweite der Container bis 2023 ein Neubau errichtet.

Flingern. Foto: Marc Ingel
So sollen die neuen Stadtbahnen des Herstellers Bombardier aussehen. Die Rheinbahn wartet noch auf die Zulassung. Foto: Bombardier

Die größten Konzerte Im kommenden Jahr werden einige populäre Musiker ein Gastspiel in Düsseldorf geben. Allen voran ist das die Band Rammstein. Am 27. und 28. Juni werden die Musiker in der Merkur Spiel-Arena auftreten. Beide Konzerte in dem Stadion sind längst ausverkauft. Anders sieht es bei dem Konzert des britischen Musikers Eric Clapton aus. Der seit den 1960er Jahren erfolgreiche Sänger und Gitarrist tritt am 3. Juni um 20 Uhr mit seiner Band im Dome auf. Mit rund 180 Euro für eine Eintrittskarte ist das Spektakel jedoch alles andere als günstig.