Düsseldorf-Friedrichstadt: Händeschütteln mit Jim Knopf

Messen in Düsseldorf : Händeschütteln mit Jim Knopf in Menzels Lokschuppen

Bei der Hausmesse von Menzels Lokschuppen & Töff-Töff drehte sich alles um Modelleisenbahnen. In der Ladenpassage an der Friedrichstraße zeigten Hersteller und Modellbauclubs, was sie zu bieten haben. Zum Beispiel, wie Lokomotiven aus Papier entstehen können.

Während ein Aussteller einen Güterwagen sorgsam mit Hilfe einer Pinzette belädt, wird eifrig gefachsimpelt. „Ist das eine H0 Spur?“ Als Laie versteht man dabei hauptsächlich Bahnhof. Wobei Bahnhof das perfekte Stichwort ist, denn bei der Hausmesse von Menzels Lokschuppen & Töff-Töff dreht sich alles um Modelleisenbahnen. In der Ladenpassage an der Friedrichstraße zeigen Hersteller und Modellbauclubs, was sie zu bieten haben. Faszinierende Miniaturlandschaften begeistern die Besucher, die sich alles haargenau anschauen und nach neuen Ideen für ihre eigenen Modelleisenbahnwelten suchen.

Gleich am Eingang steht eine besondere Landschaft, die viele in ihre Kindheit zurückversetzt. Die Lokomotive Emma fährt unermüdlich über die kleine Insel mit den zwei Bergen, die Michael Ende „Lummerland“ nannte. Da dürfen auch die Hauptfiguren der Geschichte nicht fehlen. Gerade die älteren Besucher haben viel Vergnügen dabei, Lukas dem Lokomotivführer und Jim Knopf die Hände zu schütteln und gehen dafür sogar auf die Knie.

Berthold Böntgen zeigt Lok-Modelle aus Papier, die er in seinem Modellbauclub gefertigt hat. „Papier ist ein schöner Werkstoff. Man kann viel damit darstellen und er ist günstig“, erzählt der Rentner. „Vom Bau ist das Material etwas schwieriger. Ich brauche etwa ein Jahr für eine Lok. Aber ich habe ja viel Zeit“, sagt er und lacht. Detlef Lehmann hat seine Dioramen ausgestellt. In ihnen zeigt er bis in die kleinsten Details die Geschichte der CSD-Paraden. Die Feinheiten erkennt man nur, wenn man genau hinschaut. „Es ist bewundernswert, wie viel Ausdauer und Akribie darin steckt. Man kann das Zeitgeschehen nicht besser mit einem Augenzwinkern darstellen“, findet Sylvia Wildner.

Aber nicht nur Modelle können bei der Messe angeschaut werden. Rund um das Gebäude stehen echte Oldtimer, die ältesten aus den 20er Jahren. „Wir versuchen, jedes Jahr neue Autos zu finden“, sagt Jörg Menzel, der selber ein Oldie-Fan ist. Ein Oldtimerbus der Rheinbahn bringt Besucher zur Classic Remise, wo es eine einstündige Führung durch den alten Ringlokschuppen gibt.

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