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Düsseldorf: Freifläche in Einbrungen soll früher bebaut werden

Bauen in Düsseldorf : Freifläche soll früher bebaut werden

Auf einem Areal in Einbrungen wird Wohnbebauung geplant. Die Bezirkspolitiker haben aber noch Beratungsbedarf.

Die Verwaltung hat Anfang 2018 für den Stadtbezirk 5 (Kaiserswerth, Kalkum, Lohausen, Stockum, Angermund, Wittlaer) ein Papier erarbeitet, in dem vorgestellt wird, an welchen Stellen Freiflächen vorhanden sind, die bebaut werden könnten und in welcher Reihenfolge eine Umsetzung sinnvoll wäre. So wurde in den letzten Jahren  immer wieder im Stadtbezirk 5 darüber diskutiert, ob Freiflächen überhaupt bebaut werden dürfen, an welcher Stelle weitere Bebauung gewünscht ist.

Die Schaffung von neuem Wohnraum ist für die wachsende Stadt Düsseldorf zwar ein wichtiges Ziel, auf der anderen Seite sollen im Düsseldorfer Norden die Grünflächen erhalten bleiben, um dem Naturschutz, der Landwirtschaft, der Trinkwasserförderung und als Erholungsraum und Frischluftschneise zu dienen.

Die für eine Bebauung ausgemachten Flächen wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt, von kurzfristig bis längerfristig. Damit wurde von der Verwaltung weniger ein Zeitrahmen als eine Reihenfolge zur Umsetzung vorgeschlagen, da nicht alles parallel geplant werden kann. Weil die Projekte in Kategorie I (kurzfristiger Planungsstart) entweder bereits im Verfahren oder in der konkreten Vorbereitung sind – dazu gehören die Baugebiete Wasserwerksweg, Östlich zur Lindung und Südlich Zeppenheimer Weg - oder keinen konkreten Verfahrensstart in Aussicht haben, wie das bei den Projekten Nördlich Kalkumer Schloßallee und Am Mühlenacker der Fall ist,  beabsichtigt die Verwaltung, das Projekt Nördlich Einbrunger Straße vorzuziehen. Dieses sollte eigentlich erst längerfristig entwickelt werden.

Geplant ist auf dem zurzeit als landwirtschaftliche Fläche genutzten Areal zweigeschossige Wohnhäuser mit Dachgeschossen zu errichten. Diese sollen sich von der Gestaltung her an der Form des benachbarten Bauernhofes im Westen orientieren. Die Hausgruppen sollen so angeordnet werden, dass zwei begrünte Gemeinschaftshöfe entstehen.  Die verkehrliche Erschließung erfolgt von der Einbrunger Straße aus. Autos und Fahrräder sollen in zwei separaten Gebäuden, sogenannten „Parkscheunen“ untergebracht werden.

Über den entsprechenden Bebauungsplanvorentwurf und den damit verbundenen Auftrag an die Verwaltung, eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen, wurde in der Bezirksvertretung noch nicht diskutiert und abgestimmt. Die SPD hatte Beratungsbedarf angemeldet, da sie erst erfahren möchte, wie die genaue Reihenfolge der geplanten Projekte inzwischen aussieht. Diese Verzögerung stieß auf wenig Verständnis bei der CDU, da schließlich von Anfang an festgestanden hätte, dass es keine feste Reihenfolge geben wird.

Die Grünen sehen allerdings auch Bedarf nach mehr Transparenz, besonders für die Bürger. Sie haben deshalb einen Antrag gestellt, dass die Verwaltung ein Konzept vorlegen soll, wie das Papier „Perspektiven für den Düsseldorfer Norden“ in einer aktualisierten Form der Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden kann. Bislang seien die Beschlüsse nur schwer online zu finden und zudem nicht immer aktuell, sagen die Grünen. Die CDU konnte diese Kritik zwar nicht nachvollziehen, das Papier sei gut auf der Seite der Stadt zu finden, stimmte dann aber dennoch dem Antrag der Grünen zu.