Düsseldorf: Flughafen hat Lücken im Plan nach Air-Berlin-Aus geschlossen

Luftverkehr : Flughafen Düsseldorf hat Lücken im Plan geschlossen

Der Airport Düsseldorf musste im vergangenen Jahr die Folgen der Pleite der wichtigsten Airline am Standort verkraften. Passagiere und Flugbewegungen wurden weniger, im Laufe des Jahres wurde aber das Verkehrsangebot wiederhergestellt.

Zum ersten Mal seit Jahren meldet der Flughafen Düsseldorf Rückgänge bei der Zahl der Fluggäste und der Flugbewegungen – für das Jahr nach dem Aus von Air Berlin. So sank die Zahl der Passagiere im Geschäftsjahr 2018 von 24,6 auf 24,3 Millionen – das ist aber immer noch das zweiterfolgreichste Verkehrsergebnis in der Geschichte des Airports, der der größte Nordrhein-Westfalens bleibt. Die Zahl der Flugbewegungen verringerte sich leicht von 221.635 auf 218.818.

Im Herbst 2017 hatte die Fluggesellschaft Air Berlin ihren Flugbetrieb eingestellt, die lange Zeit die wichtigste für Düsseldorf war. Danach hatte der Flughafen das „Project Recovery“ gestartet, um die entstandenen Lücken im Flugplan zu schließen und auf andere Fluggesellschaften umzustellen.

Der Umsatz sank von 482,8 auf 474,5 Millionen Euro, der Gewinn lag bei 59,1 Millionen Euro. Damit zähle man weiterhin zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Flughäfen Europas, betonte der Airport. „2018 war ein herausforderndes Jahr für den Flughafen“, sagt der Sprecher der Geschäftsführung, Thomas Schnalke. Es sei in einem gemeinsamen Kraftakt zusammen mit Mitarbeitern und Partnern gelungen, das Verkehrsangebot in Düsseldorf binnen eines Jahres nach dem Aus der Air Berlin wiederherzustellen.

Unter anderem hatte laut Geschäftsbericht die Airline Swiss die Erhöhung der Flugfrequenzen von drei- auf fünfmal täglich aus dem Winter auch im Sommer weitergeführt. SAS erhöhte die Anzahl der wöchentlichen Verbindungen auf den Strecken nach Stockholm, Kopenhagen und Oslo. Condor erweiterte sein Angebot ab Düsseldorf spürbar und bot mehr als 100 Abflü-

ge pro Woche zu knapp 35 Zielen an, Eurowings erhöhte ihr Angebot auf mehr als 830 wöchentliche Abflüge zu 95 Zielen. Auch mehrere neue Fluggesellschaften boten neue Ziele an, unter ihnen waren Astra Airlines, Cobalt Airlines oder Nordwind.

Für das laufende Jahr erwartet der Flughafen laut Geschäftsbericht „weiteres spürbares Wachstum“.  Aufgrund der ungebrochen starken Nachfrage nach Start- und Landerechten benötige er dringend eine Entwicklungsperspektive, hieß es im Bericht des Aufsichtsrates. Diese setze eine Ausweitung der Kapazität voraus.

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