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Düsseldorf: Fleher Brücke und Flughafenbrücke werden häufiger überprüft

Düsseldorf : Fleher Brücke und Flughafenbrücke werden häufiger überprüft

Für zwölf Rheinbrücken ist Straßen.NRW zuständig, darunter auch die Fleher Brücke und die Flughafenbrücke in Düsseldorf. Die sollen künftig noch häufiger auf mögliche Schäden überprüft werden.

Wie der Landesstraßenbausbetrieb mitteilte, wolle man für die Brücken Sonderprüfungen organisieren und damit die üblichen Intervalle ergänzen.

„Der Grund ist die stark gewachsene Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren, besonders beim Schwerverkehr“, sagte ein Sprecher der Behörde. Dazu kämen Verkehrsverlagerungen, die zu neuen Belastungen führten, weil einige Strecken und Brücken mittlerweile nur noch eingeschränkt nutzbar seien.

„Üblich ist es, alle sechs Jahre eine sogenannte Hauptprüfung durchzuführen, dazwischen folgt alle drei Jahre eine einfache Prüfung“, sagte der er Sprecher. In den Jahren zwischen diesen Prüfungen werde jedes Jahr lediglich eine sogenannte Sichtprüfung gemacht.

Zu diesen bislang üblichen Prüfungen kommen künftig folgende hinzu:

  • Flehe/Düsseldorf (A46): halbjährliche Sonderprüfungen
  • Flughafenbrücke (A44): jährliche einfache Prüfungen
  • Bonn-Nord (A565): Sonderprüfung 2020 (nach einer Hauptprüfung 2019)
  • Bonn-Süd (A562): Sonderprüfung 2020, Hauptprüfung 2022
  • Rodenkirchen (A4): jährliche Sonderprüfung
  • Leverkusen (A1): spezielles Prüfprogramm passend zur weiteren Schadensentwicklung
  • Krefeld-Uerdingen (B288): jährliche Sonderprüfung der Fahrbahnplatte
  • Neuenkamp (A40): spezielles Prüfprogramm passend zur weiteren Schadensentwicklung
  • Beeckerwerth (A42): jährliche erweiterte einfache Prüfungen
  • Wesel (B58): Hauptprüfung 2020, jährliche Prüfung der vorgelagerten Schillbrücke
  • Rees (B67): jährliche Sonderprüfung, 2021 erweiterte einfache Prüfung
  • Emmerich (B220): regelmäßige Überprüfungen im Rahmen der laufenden Bautätigkeit

Stellen, die bei einer Brücke als kritisch aufgefallen sind, sollen auch vorsorglich bei den anderen Rheinbrücken öfter unter die Lupe genommen. Die Fachleute sprechen hier von einer „handnahen“ Prüfung. „Und besondere Vorkommnisse begründen immer eine unmittelbare Sonderprüfung“, erklärte der Sprecher.

Was passiert bei den verschiedenen Prüfungen?

  • Hauptprüfung: alle sechs Jahre; sehr genaue Prüfung aller zugänglichen und unzugänglichen Bauteile einer Brücke durch Brückenprüfingenieure. Aufwand hoch.
  • Einfache Prüfung: drei Jahre nach der Hauptprüfung, umfangreiche Sichtprüfung durch Brückenprüfingenieure, handnahe Prüfung aller Bauteile nicht notwendig. Aufwand mittel.
  • Sichtprüfung: jährliche stattfindende Besichtigung der Brücke durch fachkundiges Personal, überprüft wird auf Veränderungen oder Auffälligkeiten. Aufwand niedrig.
  • Sonderprüfung: bei Bedarf, etwa nach Unfällen auf oder an der Brücke oder bei Verdacht auf Tragfähigkeitsdefizite, handnahe Prüfung einzelner kritischer Bauteile durch Brückenprüfingenieure. Aufwand hoch.
(csr)