Düsseldorf Festival 2018 feiert Empfang zur Eröffnung

Düsseldorf Festival : Eröffnung mit Fingerballett

Zum 28. Mal wurde das Festival im weißen Theaterzelt auf dem Burgplatz eröffnet. Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft feierten mit.

Es gibt sichere Anzeichen, dass der Herbst kommt. Die Blätter verfärben sich, die Tage werden kürzer – und auf dem Burgplatz steht wieder das große weiße Zelt des Düsseldorf Festivals.

Die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen begrüßten am Mittwochabend am Zelteingang persönlich die Gäste – und durften sich viele warme Worte zu der Veranstaltung anhören, die sie seit 28 Jahren auf die Beine stellen. „Das Düsseldorf Festival zeigt eine Art von Kultur, die nicht nur in Düsseldorf ihresgleichen sucht, sondern in ganz NRW und Deutschland”, lobte etwa Unternehmer Robert Lamers (Fortin Mühlenwerke), der sich als Förderer und Vorsitzender des Kuratoriums engagiert.

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher ist bereits im zweiten Jahr im Amt – und war zum zweiten Mal beim Empfang. „Vielseitig, bunt – Theater eben“, sagte sie. CDU-Politiker Friedrich Conzen, Vorsitzender des Kulturausschusses, ist Stammgast – und ärgerte sich, dass die Ausstellungseröffnung im Kunstpalast ausgerechnet auf den selben Abend fiel und Kulturfreunde vor eine schwere Wahl stellte.

Simone Bagel-Trah (Henkel) und Andreas Düming (Wirtschaftsclub). Foto: Bretz, Andreas (abr)

Der Vorsitzende des Musikvereins, Manfred Hill, berichtete ihm von der beeindruckenden Aufführung der „Schöpfung“ in der Tonhalle, an der der Musikverein mitwirkte. Für Hill ist das Düsseldorf Festival ein „prachtvolles Aushängeschild“ für Düsseldorf.

Unter den Gästen waren auch Henkel-Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah, Hoppeditz Tom Bauer – dessen Unternehmen für das Catering verantwortlich war –, Opernintendant Christoph Meyer, die Beiratsvorsitzende Gudrun Hock, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Polizeipräsident Norbert Wesseler. Das Festival hat den Anspruch, Künstler und Produktionen in die Stadt zu bringen, die man sonst nicht zu sehen bekommt – und die das Publikum begeistern.

Beides gelang zum Auftakt mit einem Stück, das selbst für die eigenen Ansprüche ungewöhnlich war: ein Fingerballett in Miniaturkulissen, live projiziert auf Großbildleinwand. Das Stück „Kiss & Cry“ bot eine Symbiose aus Tanz, Theater, Kino und Performance, produziert am belgischen Choreographiezentrum Charleroi Danses von Choreografin Michèle Anne De Mey und dem Filmemacher Jaco Van Dormael. Am Donnerstag und Freitag ist das Stück jeweils ab 20 Uhr in weiteren Vorstellungen im Theaterzelt zu sehen.

Wolfgang Rolshoven, Birgitta Radermacher und Norbert Wesseler (v.l.). Foto: Bretz, Andreas (abr)

Bis zum 3. Oktober bietet das Festival ein Programm aus Musik, Theater, Tanz und Neuem Zirkus und nutzt auch andere Spielstätten, darunter Kirchen und Konzertsäle, Straßen und Plätze – und spektakuläre Orte wie das Sky Office am Kennedydamm, die alten Farbwerke in Flingern oder ein Rheinschiff.

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