Infektionswelle in Düsseldorf EVK will Kinder mit Impfung vor RS-Virus schützen

Düsseldorf · Das Krankenhaus nimmt an einer europäischen Antikörper-Studie teil. Dafür werden jetzt auch in Düsseldorf Babys gesucht, die ihre erste „RSV-Saison“ erleben.

 Chefärztin Monika Gappa leitet am EVK die Studie.

Chefärztin Monika Gappa leitet am EVK die Studie.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

In den Düsseldorfer Kinderkliniken und -arztpraxen herrscht der Ausnahmezustand: Immer wieder bringen Eltern Kinder mit Atemwegsinfektionen, auch mit dem RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus). Auch am Evangelischen Krankenhaus (EVK) kämpft man mit stark steigenden Patientenzahlen und will dort nun dabei helfen, Kinder vor dem RS-Virus zu schützen, das zu ernsteren Lungenproblemen wie Lungenentzündung und Bronchitis führen kann.

Unter Leitung von Chefärztin Monika Gappa, Leiterin der Kinderklinik, nimmt das EVK an einer europäischen Studie teil, bei der es darum geht, die Wirksamkeit des neuen Impfstoffes Nirsevimab zu überprüfen. Für die klinische Studie werden nun Kinder gesucht, die ihre erste „RSV-Saison“ erleben, nicht älter als zwölf Monate alt sind. An der Studie „Harmonie“ sollen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich 28.860 Neugeborene und Babys teilnehmen.

Darin wird untersucht, ob Babys durch die Verabreichung einer Antikörperdosis vor einer schweren Erkrankung infolge einer RSV-Infektion geschützt werden können. Die Wirksamkeit wird dabei an einer Verringerung der Infektionsrate, von schweren Verläufen und Hospitalisierungen bewertet. Gappa: „Zurzeit gibt es nur extrem teure Vakzine, die Risikogruppen, wie Frühgeborenen, vorbehalten bleiben.“ Kontakt:

studien-kinder@evk-duesseldorf.de

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort