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Düsseldorf: Einschränkungen auf der S6 auch in den Sommerferien

Arbeiten für den Schnellzug RRX : Einschränkungen auf der Linie S6 auch in den Sommerferien

Ende der 2020er-Jahre soll, wenn alles gut läuft, zwischen Köln und Dortmund der Schnellzug Rhein-Ruhr-Express (RRX) im Viertelstundentakt verkehren. Dafür müssen aber viele Arbeiten von der Deutschen Bahn entlang der Strecke erledigt werden. Das geht aber nicht ohne Gleissperrungen.

Es ist eine beeindruckende Baustelle: Die Bamberger Straße wird unter der Eisenbahnunterführung tiefer gelegt. Von einst 3,60 Meter Platz bis zur Brücke bis auf acht Meter. Nötig macht das der Schnellzug RRX, der Ende der 2020er Jahre im 15-Minuten-Takt zwischen Köln und Dortmund verkehren soll. Bei den dafür nötigen Umbauten ist auch die Eisenbahnunterführung in Benrath betroffen. Bislang können nachts noch die Oberleitungen so hochgefahren werden, dass die Benrather Firmen Komatsu und Konecranes ihre Bagger und Kräne zum Reisholzer Hafen transportieren können, von wo aus es in die weite Welt geht. Doch Anfang 2022 wird das so nicht mehr funktionieren weil die Bahn dort für den RRX zwei zusätzliche Gleise verlegen muss.

Für 16,5 Millionen Euro (5,3 Millionen Euro mehr als angenommen) wird deshalb die Straße tiefer gelegt. Ein Grund für die weitere Verteuerung: Der bauliche Zustand des Brückenbauwerks ist viel schlechter als angenommen. Die Bezirksregierung bezuschusst das Projekt mit einer Förderung von einer Million Euro. Die DB Bahn hat laut Stadt signalisiert, dass sie sich an den Kosten für die Tieferlegung beteiligen wird, da die Verwaltung in der Planung bereits eine Erweiterung der Gleisanlage für den RRX berücksichtigt hat. Doch diese Arbeiten an der Eisenbahnunterführung Bamberger Straße sind nur ein Teil der Maßnahmen, die in den nächsten Jahren für den RRX umgesetzt werden müssen. In den Osterferien hatte die Bahn auf dem Ausbauabschnitt zwischen Leverkusen und Langenfeld gearbeitet und dafür die Strecke gesperrt. Zwischen Benrath und Köln waren Busse statt der S 6 unterwegs gewesen. Entlang der Gleise hatte die DB mit Großgerät zwischen Benrath und Leverkusen erste Kabelbauarbeiten erledigt und die Kampfmittel sondiert.

In den Sommerferien geht es weiter. Auch dann sind wieder Pendler betroffen. Vom 26. Juni bis 6. Juli sowie vom 31. Juli bis 10. August ist die S-Bahnstrecke Köln-Mülheim Düsseldorf dicht. Neben der Sperrung der Strecke zwischen Langenfeld und Köln-Mülheim ist dann zusätzlich die S-Bahn-Strecke zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hauptbahnhof nicht befahrbar. Als Ersatz verkehren Busse mit allen Unterwegshalten zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld und zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hbf. Im Berufsverkehr fahren zusätzliche Schnellbusse zwischen Langenfeld und Leverkusen und zwischen Langenfeld und Düsseldorf-Benrath. Ab Leverkusen und Düsseldorf-Benrath besteht Anschluss zu den Regionalbahn-Zügen der Linien RE 1 und RE 5 in/aus Richtung Köln Hbf und Düsseldorf Hbf. Pendler können, ohne ein Zusatzticket zu kaufen (hinter Hellerhof beginnt der Verkehrsverbund Rhein-Sieg), entscheiden, ob sie von Benrath oder Langenfeld in den Regionalzug steigt. Die Züge der S 68 fallen zwischen Düsseldorf und Langenfeld aus. Als Ersatz verkehren Busse, die an allen S-Bahnhöfen auf der Strecke halten.

Schon jetzt steht zudem fest, dass es in den Herbstferien 2020 sowie in den Ferienzeiten im kommenden Jahr 2021 zu weiteren Gleissperrungen und Einschränkungen im Zugverkehr kommen wird. Für den Sommer 2022 hat die Bahn bereits eine weitere dann 14-monatige Sperrung angekündigt. Dann wird der Abschnitt zwischen Leverkusen und Langenfeld komplett gesperrt. Wenn die Deutsche Bahn sich mit ihren Arbeiten nach Düsseldorf vorarbeitet, werden weitere längere Sperrungen unabdingbar sein, so die Bahn.