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Düsseldorf: Eine Ausstellung zu Ehren von Norbert Tadeusz im Kunstpalast

Ausstellung in Düsseldorf : Eine Vernissage zu Ehren des großen Norbert Tadeusz

Er hat alles Malbare gemalt. Sich selbst hat Norbert Tadeusz (1940-2011) auch nicht als Künstler, sondern als Maler bezeichnet, und seine Spezialität waren Körper in extremen Positionen, großformatig, monumental.

Zum ersten Mal seit 28 Jahren wurde am Mittwochabend im Kunstpalast die erste Museumsausstellung mit Gemälden und Zeichnungen des in Dortmund geborenen Meisterschülers von Joseph Beuys eröffnet. „Mit dieser Präsentation bringen wir dem Publikum einen der wichtigsten figurativen Maler seiner Generation in Erinnerung“, sagte Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes. „Tadeusz‘ ebenso virtuose wie provokante Bilder haben nichts von ihrer Brisanz eingebüßt.“

Eine, die Tadeusz besser kennt als die meisten der Vernissage-Gäste  (darunter u.a. Oberbürgermeister Thomas Geisel,  Thomas A. Lange, National-Bank AG, in Begleitung seiner Frau Nora, der Kurator Kay HeymerJeff Rosenheim vom Metropolitan Museum of Arts in New York, die Galeristen Wilfried Utermann, Michael Beck und Ute Eggeling), ist seine Witwe und Erbin Petra Lemmerz. Selbst Malerin arbeitet sie nach wie vor in dem „alten“, einst gemeinsamen Atelier in Himmelgeist (dort ist der 71-Jährige auch im Juli 2011 gestorben) und in Italien, wo das Paar so gern die Sommermonate verbracht hat. Sehr persönliche Erlebnisse mit einem der wichtigsten Vertreter der gegenständlichen Malerei in Deutschland hat auch Michael Dannenmann. Der Düsseldorfer Fotograf hat den Maler 2010 mit seiner analogen Hasselblad-Mittelformatkamera in unterschiedlichsten Posen porträtiert. Und natürlich erinnert sich Jörg Thadeusz an seinen Verwandten, „er war ein Cousin meines Vaters“. Wie der Moderator und Schriftsteller allerdings zu dem „h“ in seinem Namen kam, blieb auch gestern eine „verworrene Geschichte“.