Benefiz mit Bildern Ein Charity-Markt mit Kunst und Kinderpunsch

Düsseldorf · Zwei Düsseldorferinnen machen sich mit einem Weihnachtsfest und Ölgemälden stark für die Senioren in der Stadt. Im kommenden Jahr soll das Projekt ausgeweitet werden.

 Ines Pomplun (l.) und Künstlerin Andrea Mackenthum bei dem Christmas-Charity-Event in der Hairlounge

Ines Pomplun (l.) und Künstlerin Andrea Mackenthum bei dem Christmas-Charity-Event in der Hairlounge

Foto: Georg Salzburg (salz)

Viele Frauen kommen in die Hairlounge von Ines Pomplun, auch auf den Bildern von Andrea Mackenthun sind es Frauen, die zu sehen sind. Davon konnten sich die Besucher des kleinen und privat organisierten Weihnachtsmarktes im Innenhof vor Pompluns Hairlounge überzeugen. Mackenthun hatte sieben ihrer in Öl gemalten Werke für die Versteigerung zugunsten des Zentrums plus Flingern-Düsseltal gespendet. Sowieso garantieren Pomplun und Mackenthun, dass sämtliche Einnahmen ihres Weihnachtsmarktes an die Einrichtung der Diakonie gehen. „Uns ist aufgefallen, dass es immer mehr, vor allem ältere Menschen, gibt, die eine zu kleine Rente haben. Dabei sind es doch gerade die Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet und dazu beigetragen haben, dass es uns gut geht. Sie haben Deutschland aufgebaut“, erläutert Pomplun. „Deshalb haben wir uns entschieden, das Projekt ‚Frühstück‘ der Diakonie zu unterstützen.“ Dafür haben sie viele Unterstützer geworben und auch selber in die Tasche gegriffen. „Viele Händler in der Gegend und vor allem auf der Rethelstraße haben unsere Spendenboxen aufgestellt. La Biosthetique, Jacques Weindepot, Fluma Blumen und die Bäckerei Oebel unterstützen uns bei unserem Weihnachtsmarkt.“ Dass sie dafür gesorgt haben, dass Glühwein, Kinderpunsch und Bratwürste an die Besucher verkauft werden konnten, und diese Einnahmen auch in den „großen Topf“ flossen, verschweigen die beiden Damen bescheiden.

Das ihre Kunden, die ja überwiegend Kundinnen sind, in der Vorweihnachtszeit einen Glühwein als Dankeschön kredenzt bekamen, war für Pomplun normal. Aber jetzt hat sie mindestens mit ihrem eigenen kleinen Weihnachtsmakrt zwei Gänge höher geschaltet. „Es liegt uns daran, dass alles, was wir einnehmen, auch wirklich da ankommt, wofür es gedacht ist, und nichts in irgendwelchen Verwaltungen versickert“, erklärt Mackenthun.

So hoffte das „Düsseltaler Duo der guten Tat“ darauf, dass möglichst viel Glühwein, Kinderpunsch getrunken, möglichst viele Bratwürste gegessen, möglichst viele der vierblütigen weiße Amarillis verkauft und eben möglichst viel für die sieben Mackenthun-Bilder geboten wurde. „Ein Traum wäre es, wenn wirklich alle Gemälde einen Käufer finden würden“, meinte die Malerin vor der Auktion. Schließlich wurden vier Bilder an den Mann oder die Frau gebracht. Die Gebote begannen bei 50 Euro, das wertvollste Bild erzielte einen Preis von 150 Euro. „Insgesamt können wir 1500 Euro spenden“, freut sich Pomplun. Sie denkt auch darüber nach, im kommenden Jahr ein gesamtes Wochenende einen Charity-Weihnachstmarkt zu öffnen.