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Düsseldorf: Ehrenamtler hören auf dem Weihnachtsmarkt Fremden zu

Initiative in Düsseldorf : Warum Sie auf dem Weihnachtsmarkt Zuhörer finden

Eine private Initiative will Menschen wieder miteinander ins Gespräch bringen und so einen Beitrag zu mehr Toleranz leisten. Ehrenamtler sind als Zuhörer in der Stadt unterwegs.

Klimawandel, Impfpflicht, Corona: An solchen Themen spaltet sich die Gesellschaft, der Ton wird rauer.  Die Initiative „Zuhören.Draussen“ will dieser Polarisierung etwas entgegensetzen. Ihr Ziel ist es, Menschen einen Raum zu bieten, in dem man ihnen zuhört. Dazu stehen Freiwillige an öffentlichen Orten in Düsseldorf bereit. „Sie hören sich an, was ihrem Gegenüber auf der Seele brennt“, erklärt Christine von Fragstein die Arbeit der ehrenamtlichen Zuhörer. „Zuhören ist der erste Schritt, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Mit einigen Kollegen aus der Kreativwirtschaft habe sie deshalb die Aktion ins Leben gerufen, „um zu mehr Toleranz beizutragen.“ Zuhörinitiativen gebe es auf der ganzen Welt. „Da habe ich gedacht, dass wäre doch  auch was für Düsseldorf.“ Erste  Aktionen dieser Art gab es mit Unterstützung des Kultusministeriums bereits im Juni. „Natürlich fragen die Menschen erst einmal, was wir hier machen“, berichtet von Fragstein. „Wir haben aber sehr viel Dankbarkeit, Offenheit und auch Begeisterung erfahren.“

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Ab sofort sind kleine Gruppen von Zuhörern auf den Weihnachtsmärkten unterwegs, erkennbar an ihren  herzförmigen Schildern. Im Frühjahr will die Stadt  zusätzlich sogenannte „Plauderbänke“ schaffen. Einer der Schirmherren ist Bürgermeister Josef Hinkel (CDU).  „Diese Aktion ist richtig klasse“, sagt er und will   sich selbst als Zuhörer betätigen. Auch die Bürgermeisterinnen Klaudia Zepunkte (SPD) und Clara Gerlach (Grüne) unterstützen die Initiative zuhoeren-draussen.de

(npr)