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Düsseldorf: Eat and style und Blickfang mit Trends aus Kulinarik und Design

Messen in Düsseldorf : Trends aus Kulinarik und Design

Auf dem Areal Böhler präsentierten die Messen „Eat & Style“ und „Blickfang“ am Wochenende neue Genuss- und Designtrends. Es gab nicht nur viel zu sehen.

Mancher verlässt die Messe „Eat & Style“ sehr gut bepackt. „Wir haben uns diesmal vorbereitet, damit wir die Leckereien gleich einpacken können“, sagen zwei Frauen auf dem Gelände der Böhler Werke. Sie ziehen einen Einkaufs-Trolley hinter sich her.

Rund 80 Aussteller präsentierten neue Food-Trends, boten Weinproben und Kaffee-Verköstigungen an oder strichen üppig Trüffelbutter auf Probiersnacks. „Sie ist eigentlich für Nudeln gedacht, die schwenkt man dann in der Butter, oder man nimmt die Trüffelbutter fürs Rührei. Sensationell ist sie auch im Kartoffelpüree“, verrät Alexander Keck und reicht den Besuchern gleich noch etwas Trüffel-Parmesan. „Die Resonanz ist in diesem Jahr extrem gut“, stellt er fest.

Zeitgleich findet die Messe „Blickfang statt, mit der die „Eat & Style“ erstmals eine Kooperation einging. Möbel, Mode und Schmuck präsentierten die mehr als 130 Designer, viele von ihnen persönlich. Sascha Kleczka von der Möbelmanufaktur Fuchs & Habicht aus Kassel zeigt die Kollektion „Dickicht“, die den German Design Award in Gold gewann. „Wir haben sechs Farben und produzieren das komplett in unserer Werkstatt“, sagt er. Das Holz kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft, der Stahl ist aus receycltem Material gewonnen. Bei der nachhaltigen Möbelmanufaktur machen viele Messebesucher kurz Station.

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Der Check der 2-G-Regeln am Eingang lief professionell, in den großzügigen Hallen herrschte kein zu dichtes Gedränge. Bei Verkostungen von Gin, Wein oder Scotch standen Gruppen beieinander. Viele waren mit Freunden oder der Familie auf der Messe unterwegs. „Ich war schon öfter hier und probiere gern neue Produkte von kleineren Unternehmen“, sagt Ronja. Sie ist mit ihrer Freundin Carola da „Ich möchte auch gucken, was  auf dem veganen und vegetarischen Markt neu ist“, sagt sie.

Für Überraschungen sorgt die Verkostung von Kakaofruchtsaft. Die Gäste, die am Stand probierten, informierten sich über Herstellung und Herkunft bei  Julian Kratz, dessen  Wuppertaler Start-ups „Majus“ den Saft vertreibt. „Er stammt aus dem weißen Fruchtfleisch, das die Bohnen der Kakaofrucht umhüllt“, sagt er. Bisher wurde dieser Teil einfach weggeworfen, nährstoffreich mit viel Magnesium und einem Geschmack, der etwas an Apfelsaft erinnert. „Durch die Verarbeitung haben die Bauern ein zusätzliches Einkommen“, sagt der Gründer.

Auf dem Areal Böhler lagen die Genusstrends sehr nah beieinander. Röstmeister Erik Brockholz etwa bot Kaffee-Tastings an. Kleine Gruppen prüften Schluck für Schluck: „Wir erklären ihnen hier, was der Unterschied zwischen traditionellen Röstungen und Industrieröstungen ist“, sagt er. Auch am Stand des alkoholfreien Ingwer-Drinks „Gimber“ wurde fleißig probiert. „Sie können das pur trinken, aus gesundheitlichem Gründen oder als Feierabend-Getränk, gemischt mit Wasser, Tonic oder einer Saftschorle“, sagt Radka Hejtmankova.

Als echter Hingucker entwickelte sich ein Tisch, der sich durch ein Lamellensystem stufenlos ausziehen lässt. Auch am Stand von „Dish Tennis“ machten viele Besucher einen kurzen Spielstopp. Die mobilen Minitischtennis-Tische begeisterten viele Besucher: „Die werden vom Meistertischler in Tirol gebaut. Wir machen nur 1000 Stück im Jahr“, sagt Gründer Florian Blüer. Gerade in der Corona-Zeit kauften viele den klappbaren Koffer, aus dem man die Platte schnell aufbauen kann.

Wer nicht live vor Ort dabei war, konnte das Digitalformat „KitchenParty“ mit Live-Talks, Experten-Treffen und Produkt- und Markeninszenierungen nutzen, das die Messe in diesem Jahr ebenfalls anbot.