Bauen in Düsseldorf Das lange Warten auf die Düssel-Brücke am Quellenbusch

Düsseldorf · Die Stadt erachtet die Verbindung zur Fröbelstraße durchaus für sinnvoll, hält sie aber für zu teuer. Außerdem setze die Verwaltung andere Prioritäten.

 Da die Brücke zwischen Quellenbusch und Fröbelstraße fehlt, behelfen die Menschen sich anderweitig.

Da die Brücke zwischen Quellenbusch und Fröbelstraße fehlt, behelfen die Menschen sich anderweitig.

Foto: Marc Ingel

Schon seit längerem ist die Bezirksvertretung 7 bemüht, die Verwaltung davon zu überzeugen, dass eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die nördliche Düssel zwischen der Fröbelstraße und dem Neubaugebiet Quellenbusch in mehrfacher Hinsicht sinnvoll wäre. Denn eine solche Brücke würde die Fortführung des bereits bestehenden kombinierten Geh- und Fahrradweges von der Fröbelstraße entlang des Kleingartenvereins an der Bertastraße über die Düssel mit Anschluss an die geplante Veloroute „Nord-Süd-Route Ost“ darstellen. Entsprechend wurden sowohl Stadt als auch der Ordnungs- und Verkehrsausschuss gebeten, eine Bearbeitung durch die Verwaltung hinsichtlich der bereits beschlossenen Kostenermittlung für die Planung zu prüfen und gegebenenfalls zu beauftragen.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 7 hat die Verwaltung nun dazu Stellung bezogen. Grundsätzlich wird der Bedarf einer Brücke demnach für sinnvoll betrachtet. Bei der Planung einer solchen Überführung müssten jedoch die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen berücksichtigt werden, die eine Mindestbreite von vier Metern vorschreiben. Zudem müsste die Brücke über die nördliche Düssel eine Länge von etwa 18 Metern aufweisen.

Die geschätzten Kosten für den Bau einer solchen Brücke würden sich auf etwa 750.000 Euro belaufen. Diese grobe Schätzung berücksichtige jedoch nicht die zusätzlichen Kosten für die Herrichtung der Zugangswege von der Fröbelstraße und am Quellenbusch. Aktuell würden Projekte wie die Radleitrouten, der Radschnellweg und der Ausbau des Radhauptnetzes prioritär verfolgt. Trotz der sinnvollen Idee einer Fahrradbrücke über die Düssel sieht die Fachverwaltung daher aktuell keine Möglichkeit, das Projekt angesichts personeller und finanzieller Möglichkeiten umzusetzen.

Ungeachtet dessen hielt die CDU an ihrem Antrag fest, die Brückenidee umzusetzen – versehen mit entsprechenden Tipps an die Verwaltung. So könnte die Brücke aus Mitteln der Ablösesummen für Stellplätze finanziert werden. Der personelle Engpass könnte umgangen werden, indem die Stadttochter IPM (sonst für Schulbau zuständig) oder gleich ein Fachunternehmen wie Busmann (hat die Pillebach-Brücke gebaut) hinzugezogen würden. Auch wenn die erforderliche Ausschreibung dem sicherlich im Wege stehen würde, wurde der Antrag einstimmig angenommen.

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