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Düsseldorf: Drei neue Bücherschränke für die Stadt

Kleine Feierstunden zur Eröffnung : Drei neue Bücherschränke für die Stadt

In Benrath, Wersten und Gerresheim wurden gestern neue in den Betrieb genommen, drei weitere sind in Planung: am Oberbilker Markt, ein weiterer in Wersten und einer in Pempelfort.

Freitag, 13 Uhr: Rund 35 Menschen warten trotz brütender Hitze vor einer mit Stoff und Schleife verhüllten, etwa zwei Meter hohen Kiste. Dann eröffnet Bürgermeister Josef Hinkel endlich den zwölften Düsseldorfer Bücherschrank, gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf, Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW, Stadtplaner Hans-Jürgen Greve und Christina Müller-Gutowski, der Initiatorin der Bücherschränke. Gleich drei Büchrschränke wurden gestern in Düsseldorf in Betrieb genommen: Nebem dem in Benrath noch einer in Wersten neben der Stadtbibliothek und einer in Gerresheim am Apostelnplatz. Damit hat die Landeshauptstadt aktuell 14 Bücherschränke.

2020 wurde der bislang letzte am Kö-Bogen aufgestellt, coronabedingt zwar ohne Feier, aber seinen Zweck konnte er trotzdem erfüllen. „Die Feier holen wir dann im Juli oder August nach“, sagt Maren Jungclaus vom Literaturbüro NRW. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf betont die Bedeutung der Bücherschränke oder vielmehr „Bürgerschränke“: „Es ist ein Stück Kultur im offenen Raum, das rund um die Uhr zugänglich ist. Jeder hat die Chance, sein Lieblingsbuch mit anderen zu teilen.“ Die Schränke für den kostenlosen Bücheraustausch stehen weltweit, allein in Deutschland gibt es 700, aber nur die Düsseldorfer Modelle von Hans-Jürgen Greve erstrahlen in grau und gold.

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Den literarischen Part des Eröffnungsprogramms steuerten die Zuschauer selbst bei, mit kurzweiligen Lesungen aus ihren mitgebrachten Büchern, mit denen sie anschließend den Bücherschrank befüllten. In Benrath wurde jeweils die Seite 12 vorgetragen, in Gerresheim Seite 13 und in Wersten Seite 14, passend zur Nummer des jeweiligen Schrankes.

Während die begeisterten Besucher in Benrath aus „Die Tochter des Vulkans“, dem „Ringelnatz“ oder „Geschichten vom Franz“ vorlesen, füllt sich der Glas-Stahl-Schrank. Von nun an stehen die Bücher zum Geben und Nehmen bereit, die Pflege wird von ehrenamtlichen Paten übernommen.

In Benrath untermalt das Farbklangduo die Lesung musikalisch mit Gitarre und Saxophon, in Wersten gibt es eine Kurzfassung der Lyriklesung „Keine Atempause“ des Düsselduos. Die Bücherschränke sind ein Teamprojekt, in dem Finanzierung, Standort, und Pflege möglich gemacht wurden. Das Kulturamt unterstützt durch Bereitstellung einer Honorarkraft für den Verwaltungsaufwand. „Es ist eine kleine Förderung, aber die Schränke werden gut gepflegt, bestückt, und es wird auf Schäden geachtet. Ein großartiges Projekt mit viel ehrenamtlichem Engagement“, sagt Elke Gladbach vom Kulturamt, bevor sie selbst aus „Der kleine Hobbit“ vorliest. Die Bücherschränke stehen ab sofort jedem offen, drei weitere sind in Planung: Einer in Pempelfort, einer auf dem Oberbilker Markt und ein weiterer in Wersten.