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Düsseldorf: Drei Jahre Jugendhaft fürlebensgefährliche Messerstecherei an Karneval

Urteil am Düsseldorfer Langericht : Drei Jahre Jugendhaft für Messerstecherei an Karneval

Für die lebensgefährlichen Messerstiche an Karneval in der Düsseldorfer Altstadt ist ein 18-Jähriger zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Das teilte das Gericht am Düsseldorf mit.

Für einen lebensgefährlichen Messerangriff an Karneval in der Düsseldorfer Altstadt ist ein 18-Jähriger zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Das teilte das Landgericht am Freitag mit. Die Kammer sprach den Angeklagten nach Jugendstrafrecht wegen dreifachen versuchten Totschlags schuldig. Sein Verteidiger hatte vergeblich eine Bewährungsstrafe beantragt.

Der mitangeklagte Kumpel des Haupttäters wurde zu zwei Wochenenden Jugendarrest wegen zweifacher Körperverletzung verurteilt. Der Prozess fand aus Jugendschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aus Justizkreisen hieß es, beide hätten die Vorwürfe im Prozess teilweise eingeräumt.

Die Tat ereignete sich am Karnevalssonntag am frühen Abend auf dem Burgplatz. Die Angeklagten, beide zu dieser Zeit 17 Jahre alt, waren mit drei anderen jungen Männern in Streit geraten, der schließlich handgreiflich wurde und eskalierte. Laut Ermittlern kam es zu einer Auseinandersetzung, die „von beiden Seiten mit erheblicher Brutalität“ geführt wurde.

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Dabei habe der Haupttäter ein Messer gezückt und auf zwei der Kontrahenten eingestochen, hieß es in der Anklage. Dann soll er zusammen mit seinem Freund noch ein drittes Opfer mit Messerstichen, Tritten und Schlägen traktiert haben.

Die drei Geschädigten – 17, 18 und 22 Jahre alt – erlitten zum Teil lebensgefährliche Stichwunden, alle mussten notoperiert werden. Die beiden Verdächtigen flohen vom Tatort, das Duo stellte sich nach einer Öffentlichkeitsfahndung der Polizei.

Die Polizei hatte an den Karnevalstagen von einer außergewöhnlich aggressiven Stimmung und einer intensiven Einsatzlage in der Altstadt berichtet. Tausende Besucher, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kamen trotz der abgesagten offiziellen Feiern an dem Wochenende nach Düsseldorf – die meisten sammelten sich am Rheinufer. An Rosenmontag kam es zu einem weiteren Messerangriff auf der Ritterstraße, bei dem ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt wurde.

(bsch/dpa/veke)