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Düsseldorf-Derendorf: Mieter ziehen auf dem Schlösser-Areal ein

Bezahlbares Wohnen in Düsseldorf : Die ersten Mieter ziehen auf dem Schlösser-Areal ein

Alle 134 Wohnungen des ersten Bauabschnitts werden im preisgedämpften Mietsegment zu durchschnittlich 9,60 Euro pro Quadratmeter vermietet. Der zweite Abschnitt des Schlösser-Areals in Derendorf soll bis Anfang 2023 fertig sein.

Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs und der einstigen Produktionsstätte der Brauerei Schlösser haben die ersten Mieter ihre neuen Wohnungen bezogen. Auf dem neuen Schlösser-Areal sind nach rund zwei Jahren Bauzeit 134 Wohnungen entstanden, die preisgedämpft für eine durchschnittliche Kaltmiete von 9,60 Euro vergeben wurden. Ein zweiter Bauabschnitt mit 81 Wohnungen soll bis Anfang 2023 fertig sein, die Vermarktung etwa in der zweiten Jahreshälfte 2022 beginnen.

Das Projekt des Schlösser-Areals entstand 2017 durch das damals gegründete Bündnis für genossenschaftliches Wohnen, das die drei Wohnungsgenossenschaften BWB, DWG und Wogedo mit der Stadt und dem VdW (Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) geschlossen hatten. Die Genossenschaften erwarben jeweils ein Grundstücksteil von der Stadt und entschieden sich in einem Wettbewerb für das Bochumer Büro Tor 5 Architekten. Ohne den Grundstückskauf wurden 34,5 Millionen Euro verbaut, die Kaltmiete liegt trotzdem rund 30 Prozent unterhalb der durchschnittlichen Neubaumiete im Düsseldorfer Stadtgebiet – trotz stark gestiegener Baukosten. „Wir nehmen die Miete, die wir auch brauchen und nicht die, die wir auf dem Markt bekämen. Da wären es 13 bis 14 Euro pro Quadratmeter“, sagte DWG-Vorstand Heiko Leonhard beim symbolischen Einzug. Im Gegensatz zu vielen Kapitalgesellschaften sei beim Schlösser-Areal die Gewinnmaximierung nicht das Ziel. Andreas Vondran (Wogedo) betonte die Wichtigkeit der Kooperation mit Blick auf andere Baufelder in der Stadt, deren Bebauung nicht voranschreiten: „Das Projekt beweist, dass es sich für die Stadt lohnt, mehr auf Genossenschaften zu setzen, die ihre Versprechungen einhalten.“

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Die Vorstände der Genossenschaften sind sich einig, dass in der Partnerschaft mit der Stadt große Chancen liegen: „Wir können und wollen gerne noch mehr bezahlbare Wohnungen im genossenschaftlichen Modell bauen. Aber auf dem Markt gibt es kaum erschwingliches Bauland für uns. Die Landeshauptstadt sollte alles tun, um uns zu helfen“, appellierten sie in Richtung Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU), der eine weitere Zusammenarbeit nicht ablehnt: „Dass es auch bezahlbares Wohnen in Düsseldorf gibt, ist heute die wichtigste Botschaft. Aber leider ist das städtische Portfolio an weiteren Grundstücken nicht gerade üppig“, so der OB.