Düsseldorf: Demonstranten protestieren gegen AfD-Wahlkampfauftakt

Düsseldorfer Altstadt: Demonstranten protestieren gegen AfD-Wahlkampfauftakt

Am Sonntagabend hat die AfD im Henkel-Saal im Schlösser Quartier Bohème den Bundestagswahlkampf in Düsseldorf eröffnet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch zahlreiche Gegendemonstranten haben sich rund um die Ratinger Straße versammelt.

Die Veranstaltung der AfD ist von 19 bis 22 Uhr angesetzt. Auf der Straße versammelten sich am frühen Abend knapp 200 Demonstranten, etwa das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer", das von 17 bis 20 Uhr vor Ort unter dem Motto "Kein Altbier für Rassisten" gegen die Veranstaltung protestieren will. Der Protest verlief friedlich. Gegen 19.30 Uhr löste sich die Demo langsam auf.

Lediglich am Eingang des Veranstaltungsortes kam es zu kleineren Rangeleien zwischen AfD-Mitgliedern und Demonstranten, da beide Seiten am Eingang zum Henkel-Saal nicht von der Polizei getrennt wurden. Insgesamt sei die Lage jedoch derzeit überschaubar. "Bislang ist alles friedlich", sagte eine Polizei-Sprecherin unserer Redaktion. Die Beamten werden die Veranstaltung bis in den späten Abend hinein beobachten.

Während die Partei im Saal des Großraum-Clubs ihre Wahlkampfveranstaltung abhält, haben angrenzende Gastronomen - etwa das Brauhaus "Im Füchschen" oder die Kneipe "Zur Uel" - auf der sonst so belebten Allstadtstraße ihre Türen geschlossen. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken der Lokalbesitzer.

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Auch die beiden Parkebenen des Henkel-Saals in der benachbarten Tiefgarage wurden geschlossen und durch Rollgitter verriegelt. Bereits im Vorfeld erhielten die Gastronomen in den sozialen Netzwerken viel Zustimmung für ihre Entscheidung.

Die Betreiber des "Quartier Bohème" sind in allen Punkten mit ihrem Versuch gescheitert, der AfD trotz eines gültigen Mietvertrages den Henkel-Saal für deren Wahlkampfauftakt zu verweigern. Das Amtsgericht hatte nach tagelanger Prüfung im Eilverfahren am Freitag entschieden, den Rauswurf der AfD als unberechtigt einzustufen und aufzuheben. Die Gastronomen hatten sich per Vertrag am 14. Juli zur Hergabe ihres Saales an die AfD gegen 3000 Euro Miete verpflichtet.

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(mro)