Kundgebung am Landtag Demo für Geflüchtete aus Moria in Düsseldorf

Düsseldorf · Vor dem Landtag in Düsseldorf wollen am Donnerstagabend mehrere Hundert Demonstranten auf die Situation im Flüchtlingscamp auf Lesbos aufmerksam machen. Ein Feuer hat große Teile des Lagers vernichtet.

In vielen deutschen Städten hat es bereits Demos nach dem Brand auf Lesbos gegeben.

In vielen deutschen Städten hat es bereits Demos nach dem Brand auf Lesbos gegeben.

Foto: AFP/JOHN MACDOUGALL

Am Donnerstag von 18.30 und 20 Uhr findet auf dem Platz des Landtags in Düsseldorf die Kundgebung „Moria evakuieren. Jetzt.“ statt. Voraussichtlich mehrere Hundert Demonstranten wollen ihre Solidarität mit den Geflüchteten in dem Camp auf der griechischen Insel Lesbos bekunden.

Die Situation in dem Flüchtlingslager Moria waren schon vor dem Großbrand verheerend. Etwa 13.000 Menschen lebten zuletzt in dem Lager, das für 3000 Geflüchtete ausgelegt ist. Nun sind Teile des Camps abgebrannt.

In vielen NRW-Städten haben bereits am Mittwoch Demonstrationen und Kundgebungen stattgefunden. Die Seebrücke Düsseldorf hat die Kundgebung vor dem Landtag organisiert. 300 Teilnehmer sind bei der Polizei angemeldet, fast 700 haben bei Facebook ihr Interesse bekundet. Die Teilnehmer wollen dafür demonstrieren, dass Bund und Länder Aufnahmeprogramme für die geflüchteten Länder beschließen.

Bilderstrecke: Flüchtlingslager Moria brennt - Tausende fliehen
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Flüchtlingscamp Moria brennt - Lager evakuiert

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Foto: dpa/Panagiotis Balaskas

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat Hilfe zugesagt und die Aufnahme von 1000 Flüchtlingen angeboten. „Wir stehen in dieser Situation an der Seite Griechenlands“, sagte Laschet. „Wir brauchen jetzt beides: Eine schnelle Soforthilfe für Moria und eine nachhaltige, europäische Hilfe bei der Aufnahme von Kindern und Familien“, sagte Laschet. NRW stehe bereit, für beides seinen Beitrag zu leisten. „Wir haben der Bundesregierung heute Vormittag angeboten, bei der Ausstattung der Soforthilfe zu unterstützen – mit Zelten, Medikamenten und allem, was es jetzt besonders dringend braucht.“

(veke)
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