Düsseldorf: Das sind 2018 die größten Projekte der Stadt

Düsseldorf: Das sind 2018 die größten Projekte der Stadt Düsseldorf

Stadtspitze und Politik wollen nächstes Jahr viele Projekte umsetzen: 274,5 Millionen Euro stehen allein für Investitionen zur Verfügung. Das meiste Geld wird für Bäder, Kitas und Schulen ausgegeben. Einige Projekte werden darüber hinaus beendet.

Ein Überblick:

Die Aidshilfe verkaufte Teddybären an die Ratsleute für den guten Zweck. Foto: Bretz Andreas

Kinder und Jugend

Spaß bei der CDU: Rüdiger Gutt, Rolf Tups und Andreas Hartnigk (v.l.) Foto: Bretz Andreas

70 Betreuungsplätze entstehen bis April in einer neuen Kita an der Ulenbergstraße in Bilk. Träger ist die Stadt, das Gebäude wird aber von einem Investor gebaut. Außerdem zieht die städtische Kita Buchenstraße 14a im Stadtsüden bis Ende 2018 in neue Räume an der Potsdamer Straße. Das Gebäude an der Buchenstraße muss abgerissen werden. An gleicher Stelle soll dann aber ein neuer, zusätzlicher Kindergarten gebaut werden.

SPD-Verkehrsexperte Martin Volkenrath an seinem Platz. Was genau er unter dem Tisch gesucht hat, ist nicht überliefert. Foto: Andreas Bretz

Schulen

Zum neuen Schuljahr geht das Albrecht-Dürer-Kolleg am neuen Standort in Benrath in Betrieb. Insgesamt 73 Millionen Euro haben der Bau und die Ausstattung gekostet. Knapp 4000 Schüler können dort ihre Ausbildung machen. Drei weitere große Projekte hat der Rat am Donnerstag beschlossen: Die Regenbogen-Grundschule wird bis 2020 erweitert und ein Neubau samt Mensa errichtet. Kosten: 16 Millionen Euro. Dadurch kann sich die Schülerzahl verdreifachen. Die Theodor-Litt-Realschule bekommt ein neues Schulgebäude - allerdings erst 2019. Ein Teil des Grundstücks kann aber verkauft und für Wohnungsbau genutzt werden. Die Realschule Stockum wird neu gebaut inklusive einer Dreifach-Sporthalle. Baubeginn ist im Juli. Der Neubau von Schulen wird (wie bei den Bädern) aus dem Verkauf des Kanalnetzes finanziert.

Verkehr

Vier Millionen Euro will die Stadt im kommenden Jahr für Radwege ausgeben. 16 neue Radwege werden gebaut, außerdem soll ein Konzept für mehr Fahrradhäuschen erarbeitet werden. Die Ampel-Kooperation hat zudem erklärt, auch viele Straßen auszubessern.

Kultur

Bereits im Gange ist die Sanierung des Schauspielhauses. Bis März wird die Fassade abmontiert, damit ihre Erneuerung geplant werden kann. Ab dem Sommer werden außerdem die öffentlichen Bereiche des Hauses saniert wie Eingangsbereich und Foyer. Bis Ende 2019 will die Stadt fertig sein. Die Kosten insgesamt: 27 Millionen Euro. Unterstützung gibt es von vielen Bürgern, die bereits mehr als sechs Millionen Euro gespendet haben. Das ehemalige Postgebäude am Konrad-Adenauer-Platz soll für die Zentralbibliothek umgebaut werden. Baubeginn ist 2019, ab 2018 beginnt jedoch die Vorbereitung.

Umwelt

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Rund eine Million Euro gibt die Stadt für das neue Klimaschutzprogramm 2018 aus. Davon werden zum Beispiel viele neue Bäume gepflanzt, um das Klima zu verbessern. Für den Lärmschutz werden an drei Standorten (Haroldstraße, Kettwiger Straße, Dorotheenstraße) Rasengleise aufgebaut. Kosten dafür: 425.000 Euro.

Sport

6,4 Millionen Euro gibt die Stadt nächstes Jahr beim Baubeginn des neuen Oberkasseler Hallenbads aus. Für den Badneubau in Flingern werden 9,8 Millionen Euro ausgegeben. Der Bau des Benrather Schwimmbades soll 2018 geplant werden. Dafür stehen 800.000 Euro Planungsmittel zur Verfügung.

Das Volumen des Etats für 2018 beträgt 2,8 Milliarden Euro. Die wichtigsten Fragen zu den Erträgen:

Was sind die größten Einnahmen der Stadt? Am meisten Geld erhält Düsseldorf 2018 wieder durch die Gewerbesteuer. Kämmerin Dorothée Schneider rechnet mit Erträgen in Höhe von 919,9 Millionen Euro. Hohe Millionenbeträge nimmt die Stadt außerdem über den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und über die Grundsteuer ein. Vom Land bekommt die Stadt zudem rund 120 Millionen Euro für Kitas.

Was spart die Stadt? Auf zweierlei Weisen wird im Etat 2018 Geld eingespart: Einerseits nimmt die Stadt selbst ein paar Kürzungen vor. Beim Klimaschutzprogramm wird beispielsweise rund eine Million gespart, weil das Programm verzögert gestartet ist und so im nächsten Jahr noch nicht das gesamte Geld benötigt wird. In der Grünpflege werden bis zu 300.000 Euro eingespart, bei den Hilfen zur Erziehung wird die Pauschale für die Helfer von 55 Euro auf 50 Euro gekürzt - das spart eine Million. Andererseits spart die Stadt Geld dank einiger positiver äußerer Einflüsse: Die LVR-Umlage wird gesenkt, das macht mehr als 20 Millionen Euro aus, und der Kommunal-Soli (insgesamt 9,4 Millionen Euro) entfällt.

Wie viel an Gebühren nimmt Düsseldorf ein? 265 Millionen Euro will die Stadt kommendes Jahr an Gebühren einnehmen. Das sind knapp neun Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Das liegt zum einen daran, dass zum Beispiel die Gebühren für die Straßenreinigung um drei Prozent steigen. Andere Gebühren bleiben jedoch konstant, die Müllgebühren sinken sogar. Dass die Stadt trotzdem mehr einnimmt, liegt zum anderen an der steigenden Einwohnerzahl. Mehr Düsseldorfer gleich mehr Gebührenzahler.

Wie viel nimmt die Stadt durch Knöllchen ein? Für 2018 plant die Stadt, 20,7 Millionen Euro an Bußgeldern einzunehmen, 1,5 Millionen Euro mehr als 2017. Das soll etwa durch eine bessere Organisation der Verkehrsüberwachung und durch zwei neue Blitzer erreicht werden.

Wie viel Geld schütten die Stadttöchter aus? Das steht erst endgültig fest, wenn die Töchter ihre Jahresabschlüsse machen - das ist im Frühjahr der Fall. Weil aber ungefähr abzusehen ist, wie das Jahr jeweils gelaufen ist, hat die Stadt bereits mit bestimmten Summen geplant. So soll die Stadtsparkasse rund 14 Millionen Euro an die Stadt ausschütten, die Messe knapp 14,2 und die IDR 20,4 Millionen Euro.

Wie hilft der Kanaldeal? Im Haushalt 2018 hilft der Verkauf des städtischen Kanalnetzes an den Stadtentwässerungsbetrieb nicht direkt: Der Deal wird noch in diesem Jahr abgewickelt und wird sich laut Kämmerin im Jahresabschluss 2017 widerspiegeln. Die 600 Millionen Euro aus dem Verkauf jedoch werden in den nächsten Jahren für Investitionen in Schulen und Bädern genutzt. Der Verkauf an den städtischen Eigenbetrieb bringt Düsseldorf auch einen Buchgewinn von 200 Millionen Euro. Das geht in die Ausgleichsrücklage.

(lai)